• Umsetzung
  • Sprachpraxis

Sprachpraxis

Wer in Deutschland leben und erwerbstätig sein möchte, braucht in aller Regel gute Kenntnisse der deutschen Sprache. Die Integrations- und Berufssprachkurse der Bundesregierung vermitteln Deutschkenntnisse für den Alltag und allgemein für die Berufswelt. Sie werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) umgesetzt.

Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Sprachförderangebote der Bundesländer und der Kommunen. Ehrenamtliche Initiativen und Universitäten sind ebenfalls in der Sprachvermittlung aktiv. Auch Online-Angebote und Sprach-Apps können zur Spracherweiterung genutzt werden. Vor allem für neu zugewanderte Mütter ist es wichtig, das Erlernte zu erhalten und ihre Sprachkenntnisse nach und nach zu erweitern. 

Die „Stark im Beruf“-Kontaktstellen unterstützen Mütter vielfältig rund um das Thema Spracherwerb und -förderung durch 

  • … berufsbezogene und -begleitende Sprachpraxis 
  • … die Vermittlung zu Sprachkursen sowie
  • … Angebote zu Sprachtrainings in örtlichen Gesprächsrunden zur Vertiefung der Sprachkenntnisse.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Sprachpraxis

Welches Sprachniveau ist erforderlich?

Die Voraussetzungen an die Sprachkenntnisse richten sich nach den Anforderungen im jeweiligen Berufsfeld. Viele Berufe setzen fundierte und fachspezifische Sprachkenntnisse voraus. Für einige Berufe ist das erforderliche Deutschsprachniveau festgelegt. Für andere kommt es auf die tatsächliche Sprachkenntnis in der Praxis an – die Voraussetzungen an das Berufsfeld bzw. am Arbeitsplatz sind unterschiedlich. Ein Praktikum in einem Betrieb eignet sich gut für eine erste Einschätzung.

Tatsache ist: Die meisten neu zugewanderten Mütter und Frauen, in deren Familien die hauptsächlich gesprochene Sprache nicht Deutsch ist, haben ein hohes Interesse, ihre Deutschsprachkenntnisse an die beruflichen Anforderungen anzupassen. Dazu muss zunächst klar sein, wie gut die Mütter Deutsch sprechen und schreiben können und welche Sprachförderung erforderlich ist.

Die „Stark im Beruf“-Kontaktstellen helfen bei der Feststellung des Sprachniveaus und dem Abgleich mit den erforderlichen Kenntnissen im Wunschberufsfeld. Hierzu gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie Testverfahren, Profilanalysen und auch Beobachtungsverfahren. Das Sprachniveau wird definiert nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER)“. Dieser teilt den Spracherwerb in sechs Stufen von A1 bis C2 ein. Erfahrungswerte zeigen, dass folgende Sprachniveaus erreicht sein sollten:

  • Für ein Einstiegsqualifizierungspraktikum (EQ): idealerweise ab B1-Niveau (fortgeschrittene Sprachverwendung)
  • Für eine Ausbildung: idealerweise ab B2-Niveau (selbstständige Sprachverwendung).

Wie ist die Kinderbeaufsichtigung geregelt?

Die Kontaktstellen von „Stark im Beruf“ können den Weg in die Sprachkurse bereiten. Wer einen Integrationskurs oder Berufssprachkurs besucht, kann sein Kind vor Ort beim Kursträger betreuen lassen, wenn es keinen Kitaplatz gibt. Damit soll die Teilnahme insbesondere von Müttern an Sprachkursen erleichtert werden. Mehr Informationen zur kursbegleitenden Kinderbeaufsichtigung finden sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Wie profitieren Unternehmen von der Sprachförderung?

Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind Mütter mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit, ihrer kulturellen Kompetenz oder wegen ihrer spezifischen beruflichen Vorerfahrungen interessant. Erhalten sie zusätzliche Qualifizierungen, können sie viele, aktuell stark gefragte Jobprofile erfüllen. Daher kann es auch für Unternehmen eine sinnvolle Investition sein, Mütter mit Migrationshintergrund anzustellen und deren Spracherwerb zu fördern.

Das könnte Sie auch interessieren: