Regionalkonferenzen

Regionalkonferenzen „Stark im Beruf“ beleuchten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Am 13. April 2016 und am 18. April 2016 fanden in Berlin und Köln die Regionalkonferenzen des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ statt. Projektverantwortliche diskutierten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft die Potenziale aber auch Herausforderungen in der Zusammenarbeit. 

Alle Beteiligten waren sich einig: Mütter mit Migrationsgeschichte verfügen über ein großes Potenzial auf dem Arbeitsmarkt, das bislang oftmals ungenutzt bleibt. In Köln berichtete Nelly Kostadinova, Gründerin des Unternehmens Lingua World: „Ich bin selbst Unternehmerin, Mutter und vor vielen Jahren nach Deutschland migriert. Ich kann also aus eigener Erfahrung und mehreren Perspektiven unterstreichen, dass die Zusammenarbeit mit Frauen unterschiedlicher Kulturen mehr als wertvoll für Unternehmen ist – sie bringen viele Qualitäten in ein Unternehmen ein, in meinem Fall ihre Sprachkenntnisse.“ In Berlin betonte Gülabatin Sun, Managerin bei der Deutschen Bank: „Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass sich Familienfreundlichkeit und Diversität im Unternehmen ökonomisch lohnen.“

Die Projekte berichteten von unterschiedlichen Ansätzen, die zu einer guten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft führen: 

  • Mütter lernen Betriebe über Probearbeit, Praktika oder Betriebsbesichtigungen kennen
  • Projekte bereiten die Teilnehmerinnen ganz spezifisch auf den Arbeitsalltag in den unterschiedlichen Branchen vor
  • Teilnehmerinnen können im Rahmen von Probearbeiten und Praktika persönliche Kontakte in ihrem gewünschten beruflichen Umfeld knüpfen
  • Projektvertreterinnen und –vertreter betreuen die Teilnehmerinnen als Mentoren auch während der Arbeitsaufnahme weiter – und stehen ebenfalls den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern für Fragen zur Verfügung

Eine transparente und passgenaue Vorbereitung von Unternehmen und den Bewerberinnen seien dabei entscheidend. Im Vorfeld sollte daher geklärt werden:

  • Welche genauen Arbeitspakete fallen an?
  • Zu welchen Zeiten wird gearbeitet?
  • Kann eine Kinderbetreuung gewährleistet werden?
  • Wie kann Integration von beiden Seiten gelingen? Sowohl das Team als auch die neuen Mitarbeiterinnen müssen sich aufeinander einlassen. Die Arbeitskultur sollte schon vor Beginn der Arbeitsaufnahme thematisiert, mögliche Vorbehalte von Kolleginnen und Kollegen gegenüber Müttern oder Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen und wiederlegt werden.

Seit Start des Programms im Februar 2015 bis zum März 2016 wurden im Programm “Stark im Beruf” insgesamt 2601 Teilnehmende beraten, qualifiziert und betreut. Allein in 2015 haben über 200 Frauen eine Arbeit aufgenommen.

In der Bildergalerie finden Sie Impressionen der Konferenzen:

BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Begrüßungskaffe
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Podiumsdiskussion mit Programmbotschafterin Gülabatin Sun (Deutsche Bank)
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Podiumsdiskussion mit Dr. Constantin Terton (IHK Berlin), Petra Mackroth (BMFSFJ), Anja Durdel (Ramboll), Gülabatin Sun (Deutsche Bank)
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Workshop 1
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Teilnehmende in Workshop 2 diskutieren
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Workshop 3
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: BAFzA Beratungsinsel
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Fragen aus dem Plenum
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Berlin: Christine Mühlbach (BMFSFJ) und Jürgen Häseler (BAFzA)
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Podiumsdiskussion mit Dr. Doris Keim (BMFSFJ)
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Podiumsdiskussion mit der Programmbotschafterin Nelly Kostadinova (Lingua World) und Dr. Christian Pilgrim (Zahnärztekammer Düsseldorf)
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Workshop 2
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Workshop 1
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Teilnehmerinnen im Workshop 3
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Christoph Schwarmborn (Stiftung SPI) beantwortet Publikumsfragen
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Arbeitsgruppe inhaltliches Monitoring
BAFzA/Herbert JennerichRegionalkonferenz Köln: Fabian Waetzoldt (BMFSFJ)