Argumente für die Zusammenarbeit

Kulturelle und ethnische Vielfalt ist längst fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft – rund 20,3 Prozent der Menschen, die heute in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund. Viele von ihnen sind schon vor längerer Zeit nach Deutschland gekommen. Seit wenigen Jahren steigt nun auch die Zahl der Menschen, die aus Ländern wie Syrien, Irak, Iran oder Eritrea nach Deutschland ziehen. Diese Entwicklung macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen beschäftigt bereits Menschen mit Migrationshintergrund.

Mütter mit Zuwanderungsgeschichte sind im Arbeitsmarkt bislang jedoch nur wenig präsent. Sie sind deutlich seltener erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund. Diese Situation zu ändern hat sich das Programm „Stark im Beruf“ zum Ziel gesetzt. Seit 2015 unterstützen die Projekte Frauen auf ihrem Weg in den beruflichen (Wieder-)Einstieg. Warum sich die Zusammenarbeit lohnt Unternehmen profitieren von der Beschäftigung von Müttern mit Migrationshintergrund und von der Kooperation mit dem Programm „Stark im Beruf“ auf vielfältige Weise:

  • Qualifizierte Mitarbeiterinnen gewinnen: Bereits heute bestehen in einigen Berufsfeldern und Regionen Engpässe bei der Suche nach Fachkräften. Insbesondere im Gesundheits- und Pflegebereich, aber auch in technischen Berufsfeldern bleiben offene Stellen aufgrund des Mangels an qualifizierten Bewerbern lange unbesetzt. „Stark im Beruf“ unterstützt Unternehmen dabei, Arbeitnehmerinnen für die Aufgaben des Unternehmens zu finden und offene Stellen unkompliziert zu besetzen.
  • Vielfältige Kompetenzen und Fähigkeiten nutzen: Die Teilnehmerinnen von „Stark im Beruf“ verfügen über eine Vielzahl von Kompetenzen und Fähigkeiten, die sie erfolgreich in Unternehmen einbringen können. Dazu zählen unter anderem spezifische Sprachkenntnisse und interkulturelles Wissen. Insbesondere international tätige Unternehmen können dadurch ihre Zielgruppenansprache verbessern und neue Märkte erschließen. Viele Mütter bringen außerdem neben ihrer fachlichen Qualifikation ein ausgeprägtes Organisationstalent, hohe Motivation, Teamfähigkeit und Empathievermögen mit.
  • Kreativität und Innovationsfähigkeit stärken: Durch die vielfältigen Sichtweisen, Erfahrungen und Talente einer heterogenen Mitarbeiterschaft werden nachweislich Kreativität und Innovationsfähigkeit gefördert und tragfähigere Lösungen entwickelt.
  • Mit vielfältiger Belegschaft und Familienfreundlichkeit punkten: Mit einer vielfältigen Belegschaft und einer familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung kommunizieren Unternehmen auch nach außen Aufgeschlossenheit und Modernität – ein positives Image, das potenzielle Kunden, Partner oder Bewerber gleichermaßen beeindruckt. Denn die Wertschätzung der individuellen Person sowie gelebte Familienfreundlichkeit verbessern maßgeblich das Betriebsklima, wirken motivierend und verringern die Personalfluktuation.
  • In der Region vernetzen: Die Projekte von „Stark im Beruf“ sind Sparringspartner vor Ort, die Unternehmen mit weiteren wichtigen Akteuren in Kontakt bringen. Daraus können lokale Netzwerke entstehen, von denen alle Beteiligten profitieren. Mit ihrem Engagement für „Stark im Beruf“ stellen Unternehmen zudem ihre gesellschaftliche Verantwortung unter Beweis und demonstrieren, dass sie in der Region verwurzelt sind.