Wirtschaftliche Situation von Familien mit Migrationshintergrund

Die sozioökonomische Lage von Familien beeinflusst maßgeblich die Teilhabechancen der Familienmitglieder in der Gesellschaft.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Familieneinkommen im Vergleich: Einwandererfamilien haben häufiger ein niedriges Familiennettoeinkommen: Im Vergleich zu Familien ohne Migrationshintergrund stehen ihnen monatlich fast 700 Euro weniger zur Verfügung.
  • Gehälter von Müttern und Vätern: Väter mit Migrationshintergrund verdienen rund 500 Euro weniger als andere Väter. Dagegen ist das Nettoeinkommen von Müttern mit Migrationshintergrund nur 40 Euro niedriger als das von anderen Müttern.
  • Geringfügige Beschäftigung von Müttern: Der Anteil von Müttern mit Migrationshintergrund in geringfügiger Beschäftigung ist mit 25 Prozent doppelt so hoch wie bei Müttern ohne Migrationshintergrund.
  • Staatliche Unterstützungsleistungen: Ein Großteil der Einwandererfamilien kann von der eigenen Arbeit leben, dennoch beziehen sie mit 15 Prozent doppelt so häufig staatliche Unterstützungsleistungen wie Familien ohne Migrationshintergrund (sieben Prozent).

Das monatliche Nettoeinkommen von Einwandererfamilien liegt im Schnitt unter jenem von Familien ohne Migrationshintergrund.

Das Durchschnittseinkommen von Familien mit Migrationshintergrund liegt bei ca. 2.981 Euro. Die Abbildung zeigt, wie sich das monatliche Nettoeinkommen von Familien mit Migrationshintergrund nach Einkommensgruppen aufteilt. Sie verfügen durchschnittlich um rund 13 Prozent weniger finanzielle Ressourcen als eine durchschnittliche Familie mit Kindern unter 18 Jahren (3.422 Euro). Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Zum einen spielen Bildungsunterschiede und der Ort des Bildungsabschlusses für das geringere Einkommen eine Rolle. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes nennt die „unmittelbare und mittelbare Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund“ als weitere Einflussfaktoren.

Weitere Daten zum Thema „Wirtschaftliche Situation von Familien mit Migrationshintergrund“ finden Sie in Kapitel IV der Publikation „Gelebte Vielfalt: Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland“.