Teilhabe der Eltern mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt

Die Teilhabe am Arbeitsmarkt hat wesentlichen Einfluss auf das Leben von Familien mit Migrationshintergrund: Laut der Untersuchung „Die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland“ der OECD sichert die Erwerbstätigkeit der Eltern nicht nur das finanzielle Einkommen der Familien, sondern fördert auch die Teilhabe am ökonomischen, sozialen und kulturellen Leben und die gesamtgesellschaftliche Integration.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Erwerbstätigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund: Während fast drei Viertel aller Mütter ohne Migrationshintergrund erwerbstätig sind, ist es unter Müttern mit Migrationshintergrund nur rund die Hälfte.
  • Wiedereinstieg: Mehr als zwei Drittel der nichterwerbstätigen Mütter mit Migrationshintergrund wollen künftig wieder arbeiten. Das sind 652.000 Frauen.
  • Einstellungshemmnisse: Aus Unternehmensperspektive gelten insbesondere sprachliche Hürden als ein starkes potenzielles Hemmnis für die Einstellung (58 Prozent der Unternehmen).

Der Erwerbswunsch nichterwerbstätiger Mütter mit Migrationshintergrund ist hoch.

Rund 68 Prozent der nichterwerbstätigen Mütter mit Migrationshintergrund möchten laut dem Sozio-oekonomischen Panel „wahrscheinlich“ oder „ganz sicher“ in der Zukunft eine Erwerbstätigkeit aufnehmen – das entspricht einer Gesamtzahl von 652.000 Müttern. 39 Prozent der Mütter mit Migrationshintergrund wollen möglichst sofort wieder arbeiten.

Weitere Daten zum Thema „Teilhabe der Eltern mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt finden Sie in Kapitel V der Publikation „Gelebte Vielfalt: Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland“.