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Ziele und Zahlen

„Mütter mit Migrationshintergrund bringen vielfältige Fähigkeiten mit und sind hochmotiviert. Jedoch stehen sie bei ihrem Weg in den Arbeitsmarkt vor einigen Hürden. Frauen können alles – aber manchmal brauchen sie Unterstützung. Hier setzt das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ an und unterstützt Mütter mit Migrationshintergrund beim Erwerbseinstieg und bei Vereinbarkeitsfragen.“
Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. © Bundesregierung/Jesco Denzel

Mütter mit Migrationshintergrund haben einen starken Erwerbswunsch. Mit dem ESF-Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ setzt sich das Bundesfamilienministerium für bessere Chancen von Müttern mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt ein. Das Programm läuft bis Mitte 2022. Insgesamt werden 37 Millionen Euro (2015-2022) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zuzüglich einer Kofinanzierung eingesetzt.

  • Rund 90 Kontaktstellen bundesweit unterstützen Mütter mit Migrationshintergrund auf ihrem Weg in eine Erwerbstätigkeit. Hierfür erhalten sie eine Förderung von 75.000 EUR aus ESF-Mitteln pro Jahr. Auf der Standortkarte finden Sie eine Kontaktstelle in Ihrer Nähe.
  • Coaching, Qualifizierung oder Sprachpraxis – die Kontaktstellen unterstützen erwerbsinteressierte Mütter auf ihrem Weg in den Beruf individuell. Sie haben den Überblick über Fördermöglichkeiten, über den regionalen Arbeitsmarkt und über Wege in die Arbeitswelt.
  • Die Kontaktstellen erschließen den Müttern weitere Ansprechpartner. Jede Kontaktstelle pflegt eine feste Kooperation mit dem Jobcenter oder der Arbeitsagentur vor Ort, mit familienunterstützenden Diensten und mit Unternehmen.

Anteil Mütter mit Migrationshintergrund (MH) in Deutschland

 Prozent
mit MH – %31 %
ohne MH – %69 %

Mütter mit Migrationshintergrund bieten großes Potential

  • 31 Prozent der Mütter in Deutschland haben einen Migrationshintergrund
  • 48 Prozent der Mütter mit Migrationshintergrund sind nicht erwerbstätig
  • 407.000 Mütter mit Migrationshintergrund wollen sofort beruflich wiedereinsteigen

Erwerbstätigkeit bei Müttern mit Migrationshintergrund

 Prozent
nicht erwerbstätig – %48 %
erwerbstätig – %52 %

Das Potenzial von Müttern mit Migrationshintergrund greift das Bundesfamilienministerium auf. Die „Stark im Beruf“-Kontaktstellen begleiten und unterstützen Mütter individuell beim beruflichen (Wieder-)Einstieg. Hier finden sie Gruppenangebote, Einzelberatungen und Vermittlung an weiterführende Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote aus einer Hand.

Die Praxis zeigt, wie erfolgreich die spezifische Unterstützung ist. Bislang wurden von „Stark im Beruf“ (2015-2020) über 13.000 Mütter erreicht. Rund zwei Drittel von ihnen haben nach Abschluss von „Stark im Beruf“ einen Erwerbsfokus (Beschäftigung, Qualifizierung, Praktikum, Anerkennung), 37 Prozent sind in (sozialversicherungspflichtiger) Beschäftigung, selbständig oder machen eine Ausbildung.

Anteil Frauen mit Erwerbsfokus nach Abschluss von „Stark im Beruf“

 Prozent
Frauen ohne Erwerbsfokus – %35 %
Frauen mit Erwerbsfokus – %65 %