Ministerin Lambrecht besucht "Stark im Beruf"-Kontaktstelle in Bochum

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Auf dem Foto (v.l.): Axel Schäfer MdB, Ministerin Chtistine Lambrecht, Projektleiterin Gabriele Bültmann und Serdar Yüksel MdL.

Für den Einstieg ins Berufsleben ist es nie zu spät. Zugwanderte Frauen mit Mitte 30 oder 40 Jahren, die aktive Familienverantwortung tragen, wollen oft im Job durchstarten. Das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ bietet ihnen einen Pack-An, wie sie in Qualifizierung oder Arbeit gelangen. Im Gespräch mit Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht zeigten sich Mütter aus „Stark im Beruf“ beim Bochumer Bildungszentrum des Handels e.V. sehr zufrieden.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht sagte: „Die meisten Migrantinnen habe ein Interesse daran, selbst zu arbeiten. Damit sich der Wunsch nach einem Job auch für zugewanderte Mütter erfüllt, bieten wir mit ,Stark im Beruf' eine zugeschnittene Begleitung für den Erwerbseinstieg. Das Bildungszentrum des Handels e.V. gibt insbesondere schon länger hier lebenden Müttern die Chance zur Integration in der Arbeitswelt. Ist die Mutter berufstätig, fördert das auch die Integration ihrer Familie. “

Das ESF-Programm „Stark im Beruf“ ergänzt die Arbeitsmarktmaßnahmen von Jobcentern und Arbeitsagenturen. Zugewanderte Mütter werden auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit bei allen Fragen rund um den deutschen Arbeitsmarkt begleitet, allen voran bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und jüngst beim Familienalltag in der Corona-Pandemie.

15.500 Teilnehmerinnen haben seit 2015 das Programm durchlaufen, ein Drittel ist unmittelbar in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung eingetreten, ein weiteres Drittel entwickelte einen Erwerbsfokus. Beim Bildungszentrum des Handels e.V., einem von engagierten Einzelhändlern in der Ruhr-Lippe-Region gegründeten Bildungsträger, haben 271 Frauen von individuellem Coaching und Gruppencoaching profitiert. Das Programm „Stark im Beruf“ verbindet alltagsintegrierte Sprachförderung, die langfristige und auch psychosoziale Begleitung und die Vereinbarkeit von Familienverantwortung und Berufstätigkeit. Unterstützt wird „Stark im Beruf“ bis Mitte 2022 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).