41. Monitor Familienforschung / (Existenzsichernde) Erwerbstätigkeit von Müttern

22.07.2020

Die überwiegende Mehrheit der Mütter in Deutschland ist heute ganz selbstverständlich berufstätig: ob mit Kindern im Kindergarten- oder im Teenageralter. Sie arbeiten mehrheitlich in Teilzeit. Teilzeitarbeit heißt allerdings immer öfter: vollzeitnahe Teilzeit mit höherem Einkommen und besseren Entwicklungschancen. Vor allem aber dient Arbeit dazu, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Inwieweit das gelingt, beleuchtet der Monitor Familienforschung des Bundesfamilienministeriums mit dem Konzept zur Messung existenzsichernder Beschäftigung und zeigt zentrale Entwicklungen der realisierten Erwerbstätigkeit von Müttern von 2006 bis 2018. Die gute Nachricht ist: Seit dem Ausbau der Kinderbetreuungsangebote und der Einführung des Elterngeldes hat sich die Erwerbsbeteiligung von Müttern positiv entwickelt. Mehr als zwei Drittel der erwerbstätigen Mütter erzielen ein Einkommen, mit dem sie sich materiell absichern können. Knapp einem Drittel gelingt das jedoch nicht.

Für Mütter mit Migrationshintergrund zeigt sich, dass sie deutlich seltener erwerbstätig sind (54 Prozent) als Mütter ohne Migrationshintergrund (76 Prozent). Die geringe Erwerbsbeteiligung von Müttern mit Migrationshintergrund ist nicht gleichzusetzen mit einer geringeren Erwerbsorientierung. 80 Prozent der nicht erwerbstätigen Mütter mit Migrationshintergrund würden gerne arbeiten, fast die Hälfte (48 Prozent) wünscht eine sofortige Erwerbsaufnahme. In absoluten Zahlen wollen also 535.000 Mütter „möglichst sofort“ oder innerhalb des nächsten Jahres eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

Der neue Monitor Familienforschung Nr. 41 bereitet viele Zahlen und Daten zur Müttererwerbstätigkeit auf und liefert damit wichtige Impulse, wie eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Müttern künftig weiter verbessert werden kann.  

Download des Monitor Familienforschung Nr. 41 / (Existenzsichernde) Erwerbstätigkeit von Müttern