Dialogforum „Potenziale von Müttern mit Zuwanderungs­geschichte aus der Sicht der Wirtschaft" im Bundesfamilien­ministerium

28.10.2015
Am 7. Oktober 2015 lud das im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Verbänden zum Dialogforum „Potenziale von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte aus Sicht der Wirtschaft“ ein. 

In zwei Diskussionsrunden zu den Themen „Unternehmensansprache“ sowie „Vermittlung“ tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber aus, wie die Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte nachhaltig verbessert werden kann. 

In der Diskussion kristallisierte sich schnell heraus, dass gelungene Beispiele für die Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte in die Breite getragen und relevante Informationen für Unternehmen über die Zielgruppe, existierende Förderangebote der öffentlichen Hand und Kooperationsmöglichkeiten herausgearbeitet werden müssen. Die teilnehmenden Unternehmerinnen berichteten beispielsweise davon, wie sie durch eine konfessionell neutrale Betriebskindertagesstätte, durch flexible Arbeitszeiten, die Unterstützung beim Deutschlernen oder einen deutsch-englischen Sprachalltag Mütter mit Zuwanderungsgeschichte unterstützen, sich schnell und gut einzuarbeiten. 

Zudem wurde der Wert eines guten Partnernetzwerkes deutlich, zu dem beispielsweise Kammern, Verbände oder Migrantenorganisationen zählen. Solche Partner können helfen, gute Erfahrungen in die Breite zu tragen, und den Zugang zu Müttern mit Zuwanderungsgeschichte bahnen, die gerne arbeiten wollen. Wiederholt wurde betont, wie notwendig es sei, schnelle und unbürokratische Unterstützung durch die Jobcenter zu erhalten. Die Anerkennung von Abschlüssen, gesicherte Kinderbetreuung, Sprachkurse und eine längerfristige Bleibeperspektive würden die Integration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt maßgeblich befördern. 

Im Dialogforum waren der Zentralverband des Deutschen Handwerkes, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und mehrere mittelständische Unternehmen vertreten.