Strategische Partnerschaft von Bundesfamilien­ministerium und Bundesagentur für Arbeit zur Erwerbsintegration von Müttern mit Migrationshintergrund

09.02.2016
Müttern mit Migrationshintergrund den Berufseinstieg zu erleichtern, ist Ziel einer strategischen Partnerschaft zwischen Bundesfamilienministerium und Bundesagentur für Arbeit. Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek und der Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, haben heute (Dienstag) in Berlin eine Kooperationsvereinbarung zum ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ unterzeichnet: Bei der Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte wollen beide Häuser noch stärker zusammenwirken.  

„Wir fördern den Erwerbseinstieg von Müttern mit Migrationshintergrund, damit sie mehr Selbstbewusstsein und wirtschaftliche Eigenständigkeit gewinnen. Das stärkt die wirtschaftliche Lage der Familien und trägt so dazu bei, Kinder vor Armut zu schützen“, sagte Staatssekretär Dr. Kleindiek.
Die Bundesagentur für Arbeit ist fester Kooperationspartner an jedem Standort. „Wir wollen die vielfältigen Potenziale von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte nutzen und sie gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern vor Ort ‚stark machen‘ auf ihrem individuellen Weg in den Arbeitsmarkt. Die berufliche Integration geht in der Regel Hand in Hand mit der gesellschaftlichen Integration“ , sagte der Vorstand Arbeitsmarkt  Detlef Scheele. Die Bundesagentur für Arbeit spielt eine wichtige Rolle dabei, die Frauen aus dem Leistungsbezug in Arbeit zu bringen: 60 Prozent der Mütter werden über die Jobcenter an die Projekte vermittelt.  

„Stark im Beruf“ des Bundesfamilienministeriums unterstützt Mütter mit Migrationsgeschichte beim Ein- oder Wiedereinstieg in das Erwerbsleben durch passgenaues Coaching, Beratung und Qualifizierung. Drei von vier Teilnehmerinnen beziehen SGB II-Leistungen oder sind arbeitslos, jedoch hoch motiviert, eine Beschäftigung aufzunehmen. Über den Kontakt zu Unternehmen, Praktika oder Schnuppertage gelangen die Mütter schließlich in Ausbildung oder Arbeit.  

Im ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ werden 88 Standorte mit bis zu 50.000 Euro jährlich aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zwischen 2015 und 2018 gefördert.

Wie gestaltet sich die Kooperation zwischen Bundesfamilienministerium und der Bundesagentur für Arbeit? Mehr Infos erhalten Sie in der Kooperationsvereinbarung (PDF, 193 kb, nicht barrierefrei).