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Trägerkonferenz: Austausch über erfolgreiche Strategien zur Arbeitsmarkt­integration

16.11.2016

Auf der Konferenz zum Bundesprogramm Stark im Beruf" zeigen Arbeitsmarkt-Profis, wie Mütter mit Zuwanderungsgeschichte erfolgreich in Erwerbstätigkeit vermittelt werden können.

Die Job-Quote von Müttern mit Migrationshintergrund in Deutschland ist von 2006 bis 2014 um acht Prozentpunkte auf 52 Prozent gestiegen. Besonders Mütter mit jüngeren Kindern sind vermehrt in Arbeit übergetreten. Doch Mütter mit Migrationshintergrund sind trotz guter Qualifikationen und hoher Motivation noch immer deutlich seltener und in geringerem Umfang erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund.

Sie zu motivieren, am Berufsleben teilzunehmen, ist Ziel des Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein": Der Einstieg ins Erwerbsleben erweitert den persönlichen und finanziellen Spielraum der Teilnehmerinnen und ihren Familien. Er fördert die gesellschaftliche Integration ihrer Familien und leistet einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland.

Bei der Konferenz zum Programm, die am 9. und 10. November in Frankfurt am Main stattfand, zeigten die Arbeitsmarkt-Profis, wie sie die Mütter auf ihrem Weg in Arbeit begleiten. Die 85 Kontaktstellen bundesweit bieten Frauen mit Kindern Rat, Coaching und Qualifizierung vor und bei der Erwerbsaufnahme.

Motivation und Potenzial nutzen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sagte im Vorfeld der Konferenz:

„Wir erleben hoch motivierte Mütter mit Migrationsgeschichte, die beruflich auf eigenen Beinen stehen wollen. Mit 'Stark im Beruf' weisen wir ihnen eine Perspektive. Unsere Arbeitsmarkt-Profis unterstützen sie gemeinsam mit den Jobcentern auf ihrem Weg in Arbeit. Das Potenzial und die Motivation der zumeist ausländischen Mütter sind enorm hoch – 'Stark im Beruf' zeigt, wie es gelingt, beides in Jobs umzusetzen."

Der Bedarf an Vermittlung von Praktika und Stellen ist hoch: In anderthalb Jahren konnten die Kontaktstellen bereits 3800 Mütter für ihre Projekte gewinnen. 35 Prozent der zumeist ausländischen Teilnehmerinnen haben nach „Stark im Beruf" eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung und neun Prozent eine schulische oder berufliche Ausbildung aufgenommen, weitere 16 Prozent sind in Sprache oder Computerwissen geschult worden. Auch nehmen rund 300 geflüchtete Frauen aktuell an „Stark im Beruf" teil.