Aktuelles Detail

16.10.2019

Sozialsenatorin Leonhard besucht erfolgreiche Diakonie-Projekte für Mütter mit Migrationsgeschichte

Bei ihrem Besuch im Diakonischen Werk am Mittwoch hat sich Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) über die Diakonie-Projekte für Mütter mit Migrationsgeschichte informiert.

Gruppenfoto mit Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD)

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) mit Vertreterinnen und Vertretern der Projekte

„Die Frauen, die sich als Stadtteilmütter engagieren, leisten Großartiges. Sie bringen sich ein und sind eine nahbare und kompetente Hilfe direkt vor Ort in ihrer Gegend“, betonte Leonhard. Sie würdigte die Erfolgsgeschichten und dankte allen Haupt- und Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Die Integrationsprojekte „Stadtteilmütter“ und „Treffpunkt Beruf“ sind Angebote speziell für Mütter mit Migrationshintergrund. „Stadtteilmütter“ sind Mütter, die selbst aus Zuwandererfamilien stammen, gut Deutsch sprechen und sich in ihrem Viertel auskennen. Sie arbeiten ehrenamtlich und werden von der Diakonie umfassend zu den Themen Kindererziehung, Bildung, Gesundheit und zu Unterstützungsangeboten der Stadt geschult und beraten Familien aus demselben Kulturkreis. Über das ESF-geförderte Projekt „Treffpunkt Beruf“ erhält eben diese Zielgruppe Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Die Diakonie hilft dabei mit Berufsberatung, Coaching, Deutschkursen und vermittelt bei Bedarf auch an ehrenamtliche Jobpaten.

Die Entwicklung der Projekte ist eine Erfolgsgeschichte: ganze 54 Prozent der Teilnehmerinnen bei „Treffpunkt Beruf“ konnten in Arbeit oder in eine Ausbildung vermittelt werden, berichtet Fachbereichsleiterin Kisten Prehm. Eine Universallösung gebe es dabei aber nicht. „Der Begleitprozess ist so individuell wie die Frauen selbst“, erzählt Ninja Foik, Projektleiterin von „Treffpunkt Beruf“.

Mittlerweile gibt es 77 „Stadtteilmütter“, die sich bei der Diakonie engagieren. 261 Familien haben sie dieses Jahr bereits helfen können. Neben Begleitungen zu Ärzten oder Behörden nehmen die Stadtteilmütter auch beispielsweise bei Lernentwicklungsgesprächen in Kita oder Schule teil. „Pro Familie sind insgesamt zehn Termine geplant, die fast immer auch in Anspruch genommen werden“, berichtet Julia García Ballesteros, Projektleiterin der „Stadtteilmütter“. Neben dem Standort in Altona gibt es mittlerweile auch Niederlassungen in den Stadtteilen Bahrenfeld und Osdorf/Lurup. Die Motivation für Frauen selbst Stadtteilmutter zu werden, liegt vor allem darin anderen Menschen zu helfen. „Ich war damals in derselben Situation, aber da hat mir niemand geholfen“, berichtet Grace Kankam-Boadu, seit 2013 ehrenamtlich bei der Diakonie engagiert. Von den Familien, die Kankam-Boadu betreut, erfahre sie viel Dankbarkeit. „Wir helfen den Familien sich selbst zu helfen“, erklärt sie.

Sollten Sie Interesse haben die Projekte der Diakonie näher kennenzulernen, stellen die Mitarbeitenden gerne den Kontakt zu Projektverantwortlichen, Engagierten und Teilnehmerinnen herstellen.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Steffen Becker
Diakonisches Werk, Pressesprecher – Information und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 040 30620-233

Kirsten Prehm
Diakonisches Werk, Fachbereichsleitung Familien und Senioren
Tel. 040 30620-253