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15.01.2019

SiB-Kontaktstelle beim Diakonischen Werk Hamburg veröffentlicht Broschüre

„Seit ich klein war, wollte ich Krankenschwester werden.“ erzählt Rita Sesey, die nie aufgehört hat, für ihren Traum zu kämpfen. Ihr Weg zur Ausbildung, mit der sie nun beginnt, war alles andere als einfach. Es galt viele Hürden zu überwinden ohne den Mut zu verlieren. Mit Hilfe von Treffpunkt Beruf, hat Rita Sesey ihr Ziel erreicht.

Seit Mai 2015 unterstützt das Projekt des Diakonischen Werkes Hamburg Frauen beim beruflichen (Wieder-)Einstieg im Rahmen des ESF-Programms „Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“. Beratung und individuelles Coaching stehen dabei im Mittelpunkt einer engen persönlichen Betreuung. Im Laufe von dreieinhalb Jahren wurden 180 Mütter beraten. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus: 46 von ihnen haben heute einen festen Arbeitsplatz, 50 wurden in eine weitere Qualifizierung vermittelt. Das entspricht einer Vermittlungsquote von 53%.

Viele Mütter mit Migrationshintergrund sind hoch motiviert, lieber heute als morgen eine Arbeit aufzunehmen und ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden. Viele von ihnen sind jedoch auch überfordert, diesen Weg alleine zu gehen. Hier setzt Treffpunkt Beruf an. Ninja Foik, die das Projekt von Beginn an leitet, berichtet: „Das Konzept, das Selbstbewusstsein der Mütter durch individuelle Hilfe zu stärken, hat sich sehr bewährt. Wenn Frauen wirklich motiviert sind, ist unsere Unterstützung genau das, was sie brauchen, um erfolgreich im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.“ 

Doch es gibt auch Grenzen, die schwer zu überwinden sind. Ganz oben auf der Wunschliste für die nächste Förderperiode steht mehr Offenheit von Unternehmen hinsichtlich kultureller Vielfalt und auch gegenüber Lücken im Lebenslauf von Wieder- bzw. Quereinsteigerinnen. „Wir hoffen sehr, dass interkulturell offene Arbeitgeber Müttern mit Migrationsgeschichte die Chance zum Berufseinstieg geben und so anderen Arbeitgebern Mut machen, ihrem Beispiel zu folgen.“

Eine Broschüre dokumentiert ausführlich die Erfahrungen des Projektes.  Die Broschüre ist hier (PDF) zu finden.