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08.11.2019

Gutachten zu Familien mit Fluchthintergrund erschienen

Familien und insbesondere Mütter mit Fluchthintergrund stehen bei der Integration in den Arbeitsmarkt vor besonderen Herausforderungen und brauchen Unterstützung. Das belegt ein neues Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen.

 

Der Wissenschaftliche Beirat für Familienfragen übergibt Dr. Franziska Giffey das Gutachten mit dem Titel "Familien mit Fluchthintergrund: Aktuelle Fakten zu Familienstruktur, Arbeitsmarktbeteiligung und Wohlbefinden"

Der Wissenschaftliche Beirat für Familienfragen übergibt Dr. Franziska Giffey das Gutachten mit dem Titel "Familien mit Fluchthintergrund: Aktuelle Fakten zu Familienstruktur, Arbeitsmarktbeteiligung und Wohlbefinden"

Am 8. November hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey ein neues Gutachten zu Familien- und Lebensformen geflüchteter Erwachsener und ihrer Kinder vomWissenschaftlichen Beirat für Familienfragen entgegengenommen. Das Gutachten zeigt, dass in Familien, die in den letzten Jahren nach Deutschland geflohen sind, häufig mehrere und sehr junge Kinder leben. Die Verantwortung für die Familie stellt geflüchtete Frauen bei der Integration in den Arbeitsmarkt vor besondere Herausforderungen: Sie sind deutlich seltener erwerbstätig als geflüchtete Männer. Dies ist auch damit zu erklären, dass zwei Drittel der geflüchteten Frauen - im Vergleich zu nur einem Drittel der Männer - mit ihren Partnern und Kindern in einem Haushalt leben.

Mit dem ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" unterstützt das Bundesfamilienministerium daher speziell Mütter mit Migrationshintergrund beim Erwerbseinstieg, darunter auch geflüchtete Mütter. Unter den insgesamt 12.000 Teilnehmerinnen waren bereits 2600 geflüchtete Mütter. 20 Prozent von ihnen haben den Weg in den ersten Arbeitsmarkt gefunden und 37 Prozent während der Teilnahme eine Qualifizierung erhalten, die sie an den Arbeitsmarkt heranführt. Besonders großen Zuspruch erfährt das Programm unter denen, die erst seit Kurzem in Deutschland sind. "Stark im Beruf“ begleitet die Mütter von der Feststellung ihrer Kompetenzen über Coaching und Praktika bis hin zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder Ausbildung. Dass frühzeitige Integrationsmaßnahmen besonders erfolgreich sind, belegt auch eine aktuelle OECD-Studie.