Zusatzmodul zur Unterstützung von Müttern mit Fluchthintergrund

Die Unterstützung von Müttern mit Fluchthintergrund wird seit August 2017 im ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ in einem Zusatzmodul gefördert. Unterstützt werden ergänzende Angebote, die sich speziell an Mütter mit Fluchthintergrund wenden. 35 der „Stark im Beruf“-Kontaktstellen erhalten dafür zusätzlich für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 25.000 Euro.

Bereits jetzt arbeiten die meisten der Projekte auch mit geflüchteten Müttern zusammen – unabhängig davon, ob sie das Zusatzmodul anbieten oder nicht. Viele der nach Deutschland geflüchteten Mütter möchten erwerbstätig sein. Gleichzeitig haben Dreiviertel von ihnen Kinder. Neben dem Einstieg in die deutsche Gesellschaft müssen sie ihren Familienalltag bewältigen. Zusätzlich fehlt es oft an ausreichenden Sprachkenntnissen und (anerkannten) Qualifikationen. Der Weg in die Erwerbstätigkeit kann besser gelingen, wenn die geflüchteten Frauen mit Kindern Unterstützung bei der Jobsuche erhalten.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley: „Deswegen schaffen wir mit ‚Stark im Beruf‘ für geflüchtete Frauen mit Kindern spezielle Angebote, damit der Einstieg in den Beruf gelingen kann.“

Ziel des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ ist es, Frauen mit Migrationsgeschichte Einstieg in den Beruf zu erleichtern den Weg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Daten zeigen, dass fast die Hälfte der Mütter mit Migrationshintergrund nicht erwerbstätig ist. Gleichzeitig sind viele von ihnen motiviert, sofort in den Arbeitsmarkt (wieder-) einzusteigen.

Gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der ersten Förderphase (Februar 2015 bis Ende 2018) rund 80 Kontaktstellen, die den Frauen Starthilfe bieten. Gefördert werden die Kontaktstellen mit maximal 50.000 Euro jährlich. Für die erste Förderphase stehen dafür insgesamt 17,2 Mio. Euro ESF-Mittel zur Verfügung. Das Bundesprogramm zeigt Erfolge: Zwei Drittel der Teilnehmerinnen haben nach der Zusammenarbeit mit einem der Projekte einen Erwerbsfokus.