Auftaktveranstaltung

Bundesfamilienministerin Schwesig spricht mit Teilnehmerin

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat am 17. August im Kulturzentrum Altenberg in Oberhausen mit Programmbotschafterinnen und Arbeitsmarktakteuren den Auftakt des neuen Programms begangen.

„Viele Mütter mit ausländischen Wurzeln sind gut qualifiziert und möchten gerne arbeiten. Doch häufig wird ihr Können unterschätzt. Mit unserem Programm wollen wir die Frauen ‚Stark im Beruf‘ machen. Wir möchten die Frauen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt begleiten, durch Beratungsangebote, begleitende Gespräche bei Unternehmen oder persönliche Coachings“, sagte Manuela Schwesig.

Die Bundesfrauenministerin betonte: „Mütter mit Migrationshintergrund sind eine Bereicherung. Denn diese Vielfalt in der Arbeitswelt, die unterschiedlichen Perspektiven der Menschen sind wichtig. So können wir auch als Gesellschaft erfolgreich sein, wenn wir die unterschiedlichen kulturellen Potenziale nutzen.“

Menschen im Publikum klatschen

Eine wichtige Kooperationspartnerin des Programms ist die Bundesagentur für Arbeit (BA). Heidi Holzhauser, Leiterin des Stabes Kompetenzzentrums Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der BA, erklärte: „Der Bundesagentur für Arbeit ist es ein wichtiges Anliegen, dass Mütter mit Migrationshintergrund ihre vielfältigen Potenziale nutzen und die im Herkunftsland erworbenen beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen in Deutschland auch entsprechend einsetzen können. Die Beratungs- und Integrationsfachkräfte wie auch die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern bieten zahlreiche Unterstützungsangebote, damit die Integration vor allem in eine existenzsichernde Beschäftigung gelingt.

Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem BMFSFJ und zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern im Rahmen dieses Programms für Mütter mit Migrationshintergrund und gleichzeitig für deren Kinder bessere Perspektiven für die Zukunft schaffen, weil die gesellschaftliche mit der beruflichen Integration Hand in Hand geht.“

 

Das Programm „Stark im Beruf“ erfährt zudem prominente Unterstützung: Bei der Auftaktveranstaltung vor Ort warben die Moderatorin und Autorin Nazan Eckes, Gülabatin Sun, Global Head of Diversity & Inclusion von der Deutschen Bank, und Nelly Kostadinova, Gründerin von Lingua-World als Programmbotschafterinnen für die Initiative. Alle drei erleben Mütter mit Zuwanderungsgeschichte als Gewinn für unsere Gesellschaft und für unsere Arbeitswelt. Sie möchten sich dafür einsetzen, dass Migrantinnen ihren beruflichen Weg erfolgreich gehen können und wollen ihnen Mut machen, stark im Beruf zu sein.

Frau Sun betonte auf dem Podium: „Vielfalt muss endlich selbstverständlich sein. Wir müssen die Unterschiedlichkeit an Fähigkeiten fördern.“

Post-its

Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände (BDA) unterstützt das Programm. Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung: „Mütter mit Migrationshintergrund sind eine Bereicherung für die Betriebe. Die BDA unterstützt das Programm „Stark im Beruf“, um in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels mehr Mütter mit Migrationshintergrund für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Menschen mit Migrationshintergrund tragen dazu bei, eine produktive Vielfalt in den Belegschaften zu stärken. Ich ermutige sowohl Unternehmen als auch Mütter mit Migrationshintergrund, sich an dem Programm zu beteiligen.“

Bernd Neuendorf, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte: „Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf macht Mütter stark im Beruf. Dafür brauchen wir eine verlässliche und qualitätsvolle Kinderbetreuung sowie flexible Arbeitsplatzgestaltungen. Politik und Wirtschaft haben sich hier bereits mit der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab einem Jahr und dem damit verbundenen massiven Ausbau der Kleinkinderbetreuung sowie zahlreichen unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen auf den Weg gemacht.“