Aktuelles

19.10.2017

Mütter mit Migrationshintergrund finden gezielt in Erwerbstätigkeit, wenn sie gut beraten werden. Zwei Drittel der Mütter aus dem ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ sind am Arbeitsmarkt angekommen oder auf direktem Weg dahin. Dies wurde auf einer Konferenz des Bundesfamilienministeriums am 19. und 20. Oktober in Hannover mit 170 Fachleuten deutlich.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfamilienministerium Caren Marks, MdB, sagte: „‚Stark im Beruf‘ baut auf die eindrucksvolle Motivation und die vielen Talente von Müttern mit Migrationshintergrund auf. Ihre Potenziale wollen wir nutzen und sichtbar machen. Die rund 80 Kontaktstellen unterstützen sie gemeinsam mit den Jobcentern auf ihrem Weg in Arbeit.“

6.200 Mütter mit Einwanderungsgeschichte, davon 80 Prozent ohne deutschen Pass, nehmen an „Stark im Beruf“ teil. Die Nachfrage nach den angebotenen Kursen und dem Coaching ist ungebrochen hoch. Die Kontaktstellen entwickeln mit den Müttern Vereinbarkeitslösungen und eine individuelle Berufswegeplanung – meist in enger Abstimmung mit den Jobcentern oder Arbeitsmarktagenturen. Die Kontaktstellen haben sich so regional zu wichtigen Anlaufstellen für erwerbsmotivierte Frauen mit Kindern entwickelt, die an Unternehmen heranführen. 

Zwei Drittel der Mütter hat nach „Stark im Beruf“ einen klaren Erwerbsfokus. So sind knapp ein Drittel in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Selbstständigkeit gewechselt, jede zehnte Teilnehmerin ist in Ausbildung übergetreten und ein weiteres Drittel hat ein Praktikum, eine Qualifizierung oder einen Sprachkurs erfolgreich abgeschlossen.

Zahlen und Daten zum ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“

04.10.2017

Wie können Eltern mit Migrationshintergrund besser dabei unterstützt werden, ihre Arbeitswünsche zu verwirklichen? Und was kann beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie für sie getan werden? Um diese und andere Fragen ging es bei einem Zukunftsgespräch im Bundesfamilienministerium. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden nun in einem "Monitor Familienforschung" veröffentlicht.

Die Analyse mit dem Titel "Perspektiven für Familien mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt" zeigt: Mütter mit Migrationshintergrund sind deutlich seltener und in geringerem Stundenumfang erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund (52 Prozent gegenüber 73 Prozent). Dabei sind viele Mütter mit Migrationshintergrund sehr motiviert und verfügen über die notwendigen Qualifikationen, um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen: 370.000 Mütter wollen sofort in den Beruf (wieder-)einsteigen.

Beim Thema Vereinbarkeit zeigt sich, dass das klassische Einverdiener-Modell mit erwerbstätigem Vater unter Familien mit Migrationshintergrund verbreiteter ist als bei Familien ohne Migrationshintergrund (38 Prozent gegenüber 24 Prozent). Gleichzeitig besuchen Kinder aus Zuwandererfamilien nach wie vor seltener Angebote der frühkindlichen Bildung.

Monitor Familienforschung Nr. 39 / Perspektiven für Familien mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt 

27.09.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

das ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" bietet Müttern Starthilfe beim Berufseinstieg und bei Vereinbarkeitsfragen. Eine starke Nachfrage und hohe Vermittlungsquoten belegen die Motivation der Mütter, erwerbstätig zu werden und den Erfolg des Programms. Nach zweieinhalb Jahren "Stark im Beruf" ist Zeit für eine erste Bilanz, aber auch für den Blick nach vorne:

  • Haben sich die Bedarfe der Zielgruppe verändert?
  • Welche Praxisansätze sind notwendig?
  • Welche institutionellen Herausforderungen stehen einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Migrationshintergrund im Wege?

Gerne möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Erfahrungen zum Thema Berufseinstieg von Müttern mit Migrationshintergrund austauschen. Deshalb laden wir Sie herzlich zur Trägerkonferenz von "Stark im Beruf" ein. Der öffentliche Teil der Konferenz findet statt am

Donnerstag, den 19. Oktober 2017, 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr, im Crowne Plaza Hotel, Hinüberstraße 6, 30175 Hannover.

Die Konferenz startet am Vormittag mit einer Diskussionsrunde mit Expertinnen und Experten über erfolgreiche Wege zur Erwerbsintegration von Müttern mit Migrationshintergrund (siehe beigefügter Programmablauf). Nach dem Mittagessen schließt sich der fachliche Teil der Konferenz, u.a. mit verschiedenen Dialogforen der 80 Träger, an.

In den Foren besteht die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der Träger sowie Kooperationspartnern über praktische Themen ins Gespräch zu kommen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um verbindliche Anmeldung mit beigefügtem Rückmeldebogen bis zum 10. Oktober 2017.

Ich freue mich auf Ihr Kommen und einen spannenden Austausch!

Mit freundlichen Grüßen

Petra Mackroth

Rückmeldebogen

Programmablauf

Einladungsschreiben

27.09.2017

Das Projekt „MIGRANTINNEN gründen“ des Bundefamilienministeriums war ein innovatives Projekt, das Migrantinnen v.a. durch Mentoring geholfen hat, unternehmerische Fähigkeiten zu entwickeln und sich selbständig zu machen. Daneben wurden die Öffentlichkeit und z.B. Akteure der Gründungsberatung für das unternehmerische Potenzial von Frauen mit  Zuwanderungsgeschichte sensibilisiert.  Das Modellprojekt zeigt: Mentoring erweist sich als geeignetes Instrument der Gründungsförderung für Frauen mit Migrationshintergrund. Selbstständigkeit ist für Migrantinnen eine Karriereoption. Sie ermöglicht die soziale und ökonomische Integration und trägt zur Veränderung von unternehmerischen Stereotypen bei.  

Welche Erkenntnisse aus dem Modellprojekt gewonnen werden konnten  und wie Institutionen gründungswillige Migrantinnen unterstützen können, geht aus dem jetzt vorliegenden Handbuch „Leitfaden und praxisorientierte Vorschläge aus dem Projekt MIGRANTINNEN gründen“ hervor. Außerdem liegt eine Zusammenfassung des Abschlussberichts des Projekts vor. Beides ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.migrantinnengruenden.de/handbuch-leifaden-und-praxisorientierte-vorschlaege-aus-dem-projekt-migrantinnen-gruenden-zusammenfassung-des-abschlussberichts/

28.08.2017

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley hat sich bei einem Projektbesuch in Erfurt am 28. August mit geflüchteten Müttern über ihren Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgetauscht. Das Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement (IBS) in Erfurt bietet ab Sommer 2017 als eine von 35 Kontaktstellen im ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ zusätzliche Kurse und Coaching für geflüchtete Mütter an, um ihnen Perspektiven für eine Beschäftigung in Deutschland aufzuzeigen.

Dr. Katarina Barley: „Das Programm ‚Stark im Beruf‘ gibt den geflüchteten Müttern, die es hierher geschafft haben, eine Perspektive. Im Erfurter Projekt konnte ein Drittel der Teilnehmerinnen im Anschluss an das Programm eine Beschäftigung aufnehmen. Das ist für jede dieser Frauen ein großer Erfolg, ich freue mich für sie. Wenn wir die Mütter integrieren, geben wir der ganzen Familie eine Zukunft.“

Der Projektbesuch in Erfurt fand anlässlich der diesjährigen Sommertour von Dr. Katarina Barley statt. Vom 28. bis 31. August besucht die Bundesfamilienministerin Einrichtungen und Initiativen in ganz Deutschland. Im Mittelpunkt ihrer Reise steht der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern und Akteuren vor Ort.

Pressemitteilung der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen vom 29.08.2017

Die Bundesfamilienministerin auf ihrer Sommerreise und bei ihrem Projektbesuch in Erfurt im Video (ab Minute 03:22)

07.08.2017

Die meisten geflüchteten Frauen wollen erwerbstätig sein, doch finden sie ungleich schwerer als Männer in Beschäftigung. Mit einer Praxishilfe wenden sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und das Bundesfamilienministerium an Unternehmen, um das Potential neu zugewanderter Frauen und Mütter für den Arbeitsmarkt zu erschließen.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley: „Der Großteil der geflüchteten Mütter will hier Geld verdienen und ist hoch motiviert. Die Hälfte hat bereits in der Heimat gearbeitet. Mit einer Erwerbsperspektive integrieren wir nicht nur die geflüchteten Frauen, sondern mit ihnen die ganze Familie. Denn Mütter sind Vorbilder für ihre Kinder.“

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer betont: „Der Wunsch zu arbeiten ist unter den geflüchteten Frauen hoch. Passende Unterstützungsangebote sind daher wichtig. Unternehmen können einen wichtigen Beitrag leisten. Jedoch ist der parallele Ausbau der Betreuungsinfrastruktur dafür eine wichtige Voraussetzung. Daneben ist eine ausreichende Flexibilität für die Unternehmen bei der Gestaltung von Vereinbarkeitsmodellen sehr wichtig. Um die Erwerbsbeteiligung geflüchteter Frauen zu steigern, müssen wir sie gleichzeitig beim Sprach- und Qualifikationserwerb unterstützen.“

500.000 Mädchen und Frauen haben zwischen 2012 und 2016 in Deutschland Schutz gesucht. Drei Viertel der Frauen haben Kinder. Über die Hälfte aller geflüchteten Frauen stehen jetzt oder zukünftig dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zur Verfügung. „Für viele Frauen ergibt sich nach ihren eigenen Angaben erst in Deutschland eine wirkliche, realistische Perspektive auf eine eigene Berufstätigkeit“, heißt es in der IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter. Bevor sie diese Chance nutzen können, bringen die ersten Schritte in den Beruf auch lebensnahe Herausforderungen mit sich. Denn viele Frauen sehen sich alleine für die Kinderbetreuung verantwortlich. Da rund zwei Drittel der geflüchteten Frauen noch keine berufliche Ausbildung hat, fehlt es zudem an Qualifikation.

Die Praxishilfe von DIHK und Bundesfamilienministerium zeigt mit Hinweisen auf Förderung, gute Beispiele und Unterstützungsangebote auf, welche Brücken in Ausbildung und Beruf führen. So unterstützt das ESF-Programm „Stark im Beruf“ des Bundesfamilienministeriums an 80 Standorten bundesweit den beruflichen Einstieg von Müttern mit Migrationshintergrund, darunter auch geflüchtete Mütter.

Das IHK-Aktionsprogramm „Ankommen in Deutschland – Gemeinsam unterstützen wir Integration" und das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge bieten Unternehmen Unterstützung bei allen Fragen rund um die Integration von geflüchteten Frauen und Männern in Ausbildung und Beschäftigung.

06.07.2017

Familien mit Migrationshintergrund machen einen wachsenden Teil der Familien in Deutschland aus. Daten aus der Publikation "Gelebte Vielfalt: Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland" zeigen wie sie leben. Die ganze Publikation finden Sie auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums. Zentrale Ergebnisse, u.a. welche Erwerbswünsche Mütter mit Migrationshintergrund haben, sind auf "Stark im Beruf" zusammengefasst.

Zusammenfassung der Publikation auf Stark im Beruf.

20.06.2017

Um die Frage, wie Mütter mit Migrationshintergrund beim Einstieg in die Erwerbsarbeit und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt werden können, ging es in einem Zukunftsgespräch am 20. Juni im Bundesfamilienministerium. Umfangreiche Daten und Hintergrundinformationen zum Thema liefert die neue Publikation "Gelebte Vielfalt".

In Deutschland sind Familien mit Migrationshintergrund ein fester Teil der Gesellschaft. In fast jeder dritten Familie hat mindestens ein Elternteil einen ausländischen Pass oder wurde eingebürgert. Bei einem wissenschaftlichen Zukunftsgespräch drehte sich am 20. Juni im Bundesfamilienministerium alles um die Frage, wie die Chancen am Arbeitsmarkt für Mütter mit Migrationshintergrund gestärkt werden können. Anlässlich des Zukunftsgespräches betonte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Caren Marks:

"Familien mit Zuwanderungsgeschichte stehen für die ganze Vielfalt der Familien in Deutschland. Jedoch ist die soziale und wirtschaftliche Lage von Familien mit Migrationshintergrund im Schnitt weniger günstig als bei nicht zugewanderten Familien; die Chancen am Arbeitsmarkt sind geringer. Diese Benachteiligung fordert uns heraus, denn wir wollen Familien unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Teilhabechancen und Zukunftsperspektiven eröffnen."

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Expertinnen und Experten diskutieren beim Zukunftsgespräch auch, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Familien mit Migrationshintergrund gestärkt werden kann. So besuchen Kinder aus Zuwandererfamilien noch immer seltener eine Kita, insbesondere Kinder unter drei Jahren (21 Prozent gegenüber 38 Prozent bei Kindern ohne Migrationshintergrund). Niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten, fördert das Bundesfamilienministerium mit dem Bundesprogramm "Kita-Einstieg". Im Fokus des Programms stehen Kinder und Familien, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden, beispielsweise Kinder mit Fluchterfahrung. Bis zu 300 teilnehmende Standorte erhalten eine Förderung für eine Koordinierungsstelle, Fachkräfte für die Umsetzung der Angebote sowie zusätzliche Projektmittel.

Neue Publikation "Gelebte Vielfalt"

Weitere Informationen zum Thema bietet die neue Publikation "Gelebte Vielfalt: Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland". Sie bündelt zentrale Daten der Lebenslage von Familien mit Migrationshintergrund, zur Bildungsteilhabe, zur wirtschaftlichen Situation und beruflichen Integration der Familien sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu wurden aktuelle Statistiken (Mikrozensus-, PASS- und SOEP- Daten) zu Familien mit Migrationshintergrund ausgewertet und von Expertinnen und Experten eingeordnet. Die Broschüre kann über die Website des Bundesfamilienministeriums bestellt werden. Online steht darüber hinaus ein umfangreicher Datenanhang mit weiteren Daten über Familien mit Migrationshintergrund zur Verfügung.

20.06.2017
Für die Vermittlung von zugewanderten Müttern in Pflegeberufe ist „Stark im Beruf“ in Bonn mit dem Berliner Gesundheitspreis 2017 ausgezeichnet worden. Der Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe unterstützt die Mütter mit Migrationshintergrund beim Schritt zur Pflegeausbildung und in Vereinbarkeitsfragen. Dafür gab es am 19. 6. in Berlin den 3. Platz der Kategorie II.

Das „Stark im Beruf“-Projekt des Bonner Vereins für Pflege- und Gesundheitsberufe vermittelt Mütter in die Ausbildungsberufe der professionellen Altenpflege – durch den Fachkräftemangel ein Berufsfeld mit Zukunft. Mit diesem innovativen Ansatz ist das Projekt unter 80 Bewerbern mit dem 3. Platz in Kategorie II ausgezeichnet worden. Der Berliner Gesundheitspreis, ein bundesweiter Ideenwettbewerb von AOK-Bundesverband, Ärztekammer Berlin und AOK Nordost – Die Gesundheitskasse,  steht in diesem Jahr unter dem Thema „Migration und Gesundheit – Integration gestalten“.

Petra Mackroth, Leiterin der Familienabteilung im BMFSFJ, gratuliert dem  Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe: „Die Auszeichnung zeigt: Mit Begleitung beim Berufseinstieg und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie lässt sich der Erwerbswunsch der vielen hoch motivierten Mütter mit Zuwanderungsgeschichte in Jobs ummünzen.  Ihnen Perspektiven in Pflegeberufen zu bieten und damit dem Fachkräftemangel vorzubeugen, ist ein großartiger Ansatz.“

Das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“  bietet Müttern an bundesweit 80 Kontaktstellen Starthilfe beim Berufseinstieg. Hohe Vermittlungsquoten und eine starke Nachfrage belegen die Motivation der Mütter, erwerbstätig zu werden: 35 Prozent haben nach „Stark im Beruf" eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung und 10 Prozent eine schulische oder berufliche Ausbildung aufgenommen. Das Bundesprogramm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in der ersten Förderphase von Februar 2015 bis Ende 2018 gefördert.

Projektprofil des Bonner Vereins für Pflege- und Gesundheitsberufe

29.05.2017
Die Teilnehmerinnen von „Stark im Beruf“ bringen gute Voraussetzungen für den Jobeinstieg mit – das zeigen die quartalsweise erhobenen Zahlen und Daten zum Programm: Ein Drittel der Mütter kann Abitur oder Fachhochschulreife, ein Viertel einen mittleren Schulabschluss vorweisen. Besonders wichtig für die erfolgreiche Vermittlung in Beschäftigung ist die Sprachkompetenz. Fast die Hälfte der Teilnehmerinnen gibt an, über fortgeschrittene Deutschkenntnisse zu verfügen und 20 Prozent haben sogar kompetente Sprachkenntnisse oder sind Muttersprachlerinnen.

Durch die engagierte Arbeit der Kontaktstellen konnten so seit dem Programmstart rund 65 Prozent der Teilnehmerinnen einen Erwerbsfokus entwickeln und 35 Prozent in Beschäftigung vermittelt werden. Insgesamt hat „Stark im Beruf“ innerhalb von zwei Jahren bislang 5.603 Mütter erreicht.

Weitere aktuelle Zahlen & Daten zum Programm herunterladen

29.03.2017
Die Bundesregierung erleichtert Eltern mit kleinen Kindern die Teilnahme an Integrationskursen. Ab sofort ist eine kursbegleitende Kinderbetreuung bei Müttern und Vätern, die an einem Integrationskurs teilnehmen, wieder möglich. Voraussetzung ist, dass Kinder noch keine reguläre Kita oder Kindertagespflege besuchen können. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium des Innern (BMI) fördern diese speziellen Kinderbetreuungsangebote in diesem Jahr mit zehn Millionen Euro.

Gefördert werden:

  • Die Möglichkeit einer privaten Kinderbetreuung in Verantwortung des Integrationskursträgers, wenn kein Regelbetreuungsangebot zur Verfügung steht oder die Inanspruchnahme aus persönlichen Gründen nicht zumutbar ist.
  • Eine Beratungspauschale, die die Integrationskursträger für die Beratung und Unterstützung der Kursteilnehmenden im Hinblick auf Regelbetreuungs- oder Brückenangebote beantragen können.

Gemeinsames Ziel von BMI und BMFSFJ ist es, dass Kinder mit Fluchthintergrund so schnell wie möglich in eine reguläre Kindertagesbetreuung integriert werden. Kinder aus geflüchteten Familien haben deshalb ab dem vollendeten ersten Lebensjahr – wie alle anderen Kinder auch – einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder auf eine Betreuung bei Tagesmüttern und -vätern.

Weitere Informationen

20.03.2017
Welche Faktoren erleichtern Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt? Was wünschen sich Unternehmen, damit sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Fluchthintergrund einstellen können? Und welche Fortschritte konnten in den letzten Monaten bereits verzeichnet werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Bericht „Nach der Flucht: Der Weg in die Arbeit - Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Deutschland“ der OECD. Um die Integrationserfordernisse und –leistungen in Deutschland zu beurteilen, greift die OECD dabei auf eine eigene Unternehmensbefragung, die IAB-BAMF-SOEP-Befragung sowie Arbeitsmarktstatistiken zurück. Zudem werden Beispiele guter Praxis benannt.

Passgenauere Angebote und bessere Kooperation für mehr Integration – Insbesondere für weibliche Geflüchtete

Für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge sei laut OECD ein frühzeitiger Arbeitsmarkteintritt ein entscheidender Faktor. Arbeitsmarktintegration und gesellschaftliche Integration gehen dabei Hand in Hand.

Ein wichtiger Schritt um die Arbeitsmarktintegration zu erleichtern, sei die Lockerung von Arbeitsverboten und das Ausweiten der Integrationskurse durch die Bundesregierung. Im nächsten Schritt müssten nun eine langfristige Strategie und noch passgenauere Angebote etabliert werden. Dabei benennt die OECD ausdrücklich weibliche Flüchtlinge als eine wichtige Gruppe für gezielte Integrationsmaßnahmen. „Stark im Beruf“ führt der Bericht als Beispiel für bereits laufende Programme auf.

Verbesserungsbedarf sieht die OECD vor allem in der Kooperation der beteiligten Akteure, wie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, den Jobcentern und den kommunalen Ausländerbehörden. Zudem rät die OECD, die Verteilung der Flüchtlinge auf Länder und Kommunen stärker an der jeweiligen Arbeitsmarktlage auszurichten. Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung zeigen unter anderem, dass viele Unternehmen Rechtssicherheit vermissen, was das Bleiberecht von Flüchtlingen angehe.

OECD-Bericht „Nach der Flucht: Der Weg in die Arbeit - Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Deutschland“

06.03.2017
Interkulturelle Vielfalt ist in Unternehmen angekommen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland beschäftigt inzwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationsgeschichte. Handlungsbedarf gibt es für Frauen mit Migrationshintergrund.

Eine repräsentative Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die das Bundesfamilienministerium beauftragt hat, zeigt: Beschäftige mit Migrationshintergrund werden in deutschen Unternehmen immer mehr zu Normalität.

Jedes zweite Unternehmen hat in den vergangenen fünf Jahren Menschen mit Migrationshintergrund eingestellt. Drei Viertel dieser Unternehmen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Nicht-EU-Ausland eingestellt. Potenzial gibt es allerdings bei Migrantinnen, denn erst 39 Prozent der Unternehmen beschäftigen Frauen mit Migrationshintergrund.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen sehr gute Erfahrungen mit einer interkulturellen Belegschaft gemacht haben. Denn gemischte Teams sind stärker. Gerade zugewanderte Frauen bringen ein hohes Potenzial und große Motivation mit. Mit unserem Programm 'Stark im Beruf' setzen wir uns daher für bessere Chancen von Müttern mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt ein."

Arbeitsmarkintegration auch von geflüchteten Menschen

IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös verdeutliche anlässlich der Veröffentlichung der Befragung, Unternehmen seien offener gegenüber Beschäftigen mit Zuwanderungsgeschichte geworden. Sie hätten erkannt, dass sie zur Fachkräftesicherung auch auf Menschen mit Zuwanderungsgeschichte angewiesen sind. Diese Erkenntnis gelte es auch mit Blick auf die Arbeitsmarktintegration der geflüchteten Menschen zu nutzen.

Laut der Umfrage achten die Personalverantwortlichen bei Neueinstellungen vor allem darauf, dass es bei Sprachkompetenz (58 Prozent), Qualifikation (31 Prozent) und Bleibeperspektive (35 Prozent) von Migranten keine Hürden gibt. Nur wenige Personalverantwortliche (12 Prozent) befürchten neue kulturelle Spannungen im Unternehmen.

Die betriebliche Integration wird dabei nicht den Beschäftigten alleine überantwortet. Maßnahmen zur Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund, beispielsweise allgemeine Diversity/Respekt-Richtlinien, Sprachförderung oder Kinderbetreuung, werden von der Hälfte der Unternehmen angeboten. Die Personalverantwortlichen begrüßen es durchaus, wenn die Beschäftigten bei der Arbeitsaufnahme von Dritten unterstützt werden. Jedes zweite Unternehmen beurteilt die Begleitung vor und während der Arbeitsaufnahme durch Dritte als hilfreich.

Aktuelle Meldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Aussagen des Personalpanels IW 2016 zur Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund 

24.02.2017
Das Programm „Stark im Beruf“ trifft auf hohe Nachfrage: Insgesamt 4788 Mütter konnte das Programm zwei Jahre nach Programmstart bislang erreichen, davon 11 Prozent geflüchtete Mütter. Die Zahlen zeigen, dass Mütter mit Migrationshintergrund einen hohen Unterstützungsbedarf bei der Erwerbssuche haben.

„Stark im Beruf“ erzielt hohe Vermittlungsquoten: 35 Prozent der zumeist ausländischen Teilnehmerinnen haben nach „Stark im Beruf“ eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und 10 Prozent eine schulische oder berufliche Ausbildung aufgenommen, weitere 16 Prozent sind in Sprache oder Computerwissen geschult worden. Auch für viele geflüchtete Mütter brachte die Teilnahme eine positive Statusveränderung mit sich: 26 Prozent erhielten nach der Teilnahme eine Qualifizierung und fast 22 Prozent konnten in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln.

Aktuelle Zahlen & Daten zum Programm herunterladen

15.02.2017
Eine Delegation aus Finnland hat sich in Berlin über das Bundesprogramm "Stark im Beruf" informiert. Das Programm macht sich für Mütter mit Migrationshintergrund im Berufsleben stark.

Integrationsfachleute aus Finnland waren am 14. Februar im Bundesfamilienministerium zu Gast, um sich über Projekte des Ministeriums zur Erwerbsintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte zu informieren. Das ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" stand im Fokus der Gespräche. Bereits über 4700 Mütter konnten mit "Stark im Beruf" innerhalb von zwei Jahren an rund 80 Kontaktstellen erreicht werden.

Die Delegation, bestehend aus Arbeitsmarkt- und Bildungsexperten aus der Stadt Helsinki, ist an bewährten Ansätzen für eine erfolgreiche Integration von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt interessiert. Finnland steht dabei vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland. In beiden Ländern haben Migrantinnen eine vergleichsweise niedrige Erwerbsquote. Mütter nehmen eine Schlüsselposition für eine erfolgreiche Integration der ganzen Familie ein. Eine Berufstätigkeit der Mütter hilft diesen beim Spracherwerb und erleichtert die soziale Integration, die nicht zuletzt auch den Kindern zugutekommt.

Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, betonte anlässlich des Besuches: "Es freut uns, dass der innovative Ansatz von 'Stark im Beruf' im europäischen Ausland positiv wahrgenommen wird. Mütter mit Migrationshintergrund sind motiviert; bisweilen reicht jedoch ihre Qualifikation für den Berufseinstieg noch nicht aus. Die Arbeitsmarktprofis in den Kontaktstellen des Programms 'Stark im Beruf' sind auf Vereinbarkeitsfragen geschult und können die Mütter passgenau begleiten."

Die Delegation ist noch bis zum 16. Februar in Berlin zu Gast und wird in den kommenden Tagen mehrere Projekte und Initiativen zum Thema besuchen, unter anderem ein Projekt von "Stark im Beruf" im Berliner Bezirk Neukölln.

Aktuelle Meldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

06.02.2017
Seit Januar 2017 gelten im Garantiefonds Hochschule erweiterte Förderrichtlinien: Geflüchteten Menschen und insbesondere Frauen, die als Familiennachzug einreisen, können vor der Aufnahme eines Studiums spezielle Sprachfördermaßnahmen wahrnehmen. Ziel ist der Erwerb des Sprachstands C1 oder einer anderen für die Zulassung benötigten Sprachprüfung.  

Die Kurse bauen auf den Integrationskursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge auf. Zu den im Garantiefonds Hochschule geförderten Leistungen zählen neben Stipendien für die Teilnahme an den Sprachkursen auch die Übernahme von Lebenshaltungs- und Unterkunftskosten. 

Die Maßnahmen ergänzen die Sprachangebote zur Integration von hochqualifizierten Flüchtlingen und kommen der hohen Nachfrage nach professionellen Deutschkursen für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge entgegen.  
Für das Jahr 2017 stellt das Bundesfamilienministerium rund 22 Millionen Euro zur Verfügung. 

Weitere Informationen zum Garantiefonds Hochschule

02.01.2016
Viele „Stark im Beruf“-Projekte erreichen auch Teilnehmerinnen mit Fluchterfahrung. Welche Besonderheiten bringt die Arbeit mit geflüchteten Frauen mit sich und wie können Projekte auf die Bedürfnisse der Mütter eingehen? Das Portal für Jobcenter Praxis www.sgb2.info hat in einem Themendossier „Geflüchtete Frauen“ umfassende Informationen über die besondere Situation und die Potenziale der Frauen zusammengestellt. Grafiken zeigen die wichtigsten Daten und Fakten zur Schulbildung und Erwerbserfahrung, Interviews geben einen Einblick in die Arbeit von Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in den Jobcentern. Praxisbeispiele zeigen, wie verschiedene Projekte geflüchtete Frauen unterstützen. Vorgestellt wird auch die Arbeit des „Stark im Beruf“-Projekts „Die Kurbel/ZIB-Bildungsoffensive“ in Oberhausen.

Themendossier „Geflüchtete Frauen“ des Portals sgb2

Weitere Praxisportraits sowie Interviews zum Thema Flucht finden Sie auch auf unserer Themenseite auf starkimberuf.deThema Flucht

28.12.2016
Das Verfahren zur Anerkennung von Berufsabschlüssen ist teilweise mit hohen Kosten verbunden. Seit dem 1. Dezember ist es nun durch ein neues Förderprogramm der Bundesregierung möglich, Anträge auf einen Kostenzuschuss für das Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen zu stellen.

Von dem neuen Anerkennungszuschuss können Personen mit fehlenden finanziellen Mitteln und Beschäftigte, die unterhalb ihrer abgeschlossenen Qualifikation tätig sind, profitieren. Förderfähig sind die Kosten, die im Rahmen der Antragstellung entstehen, also vor allem Gebühren und Übersetzungskosten bis zu maximal 600 Euro pro Person.

Ziel des zunächst auf drei Jahre befristeten Programms ist es, eine bundesweit flächendeckende Förderung der Kosten für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ergänzend zu den bereits bestehenden Möglichkeiten der Finanzierung zu erproben.

Weitere Informationen zum Anerkennungszuschuss finden Sie auf der Seite des IQ-Netzwerks

Informationen zum Thema Finanzierung von Anerkennungsprozessen finden Sie auch in dieser Expertise.

12.12.2016

„Stark im Beruf“ wächst weiter: Bereits 3.800 Mütter mit Migrationshintergrund konnte das Programm in anderthalb Jahren seit dem Start 2015 durch die Projekte erreichen. Dieses Ergebnis zeigt das Programmmonitoring, das unter anderem Daten zur Anzahl und Herkunft der Teilnehmerinnen sowie den Angebotsschwerpunkte der Projekte erfasst.

Teilnehmerinnen sind vielfältig

Ein Blick auf die Bildungsstruktur in den Projekten macht deutlich, dass ein Drittel der teilnehmenden Mütter über Abitur oder Fachabitur verfügen und knapp ein Viertel einen mittleren Schulabschluss aufweisen kann. 39 Prozent der Frauen haben keinen oder höchstens einen Haupt- oder Förderabschluss.

Auch bei den Sprachkenntnissen zeigt sich die Spannbreite der Teilnehmerinnen: Während knapp 30 Prozent nur über Grundkenntnisse verfügen, weist fast die Hälfte der Teilnehmerinnen fortgeschrittene Sprachkenntnisse auf. 20 Prozent der Mütter geben an, Muttersprachlerin zu sein oder kompetente Deutschkenntnisse zu haben.

Erfolge sind sichtbar

1.727 Teilnehmerinnen haben die Projekte bislang komplett durchlaufen. Drei Viertel haben einen neuen Erwerbsfokus: Über die Hälfte von ihnen konnte nach Projektaustritt in eine (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung wechseln, eine schulische oder berufliche Ausbildung beginnen oder eine Qualifizierung erfolgreich abschließen.

Zahlen & Daten zum Programm „Stark im Beruf“ 

16.11.2016

Auf der Konferenz zum Bundesprogramm "Stark im Beruf" zeigen Arbeitsmarkt-Profis, wie Mütter mit Zuwanderungsgeschichte erfolgreich in Erwerbstätigkeit vermittelt werden können.

Die Job-Quote von Müttern mit Migrationshintergrund in Deutschland ist von 2006 bis 2014 um acht Prozentpunkte auf 52 Prozent gestiegen. Besonders Mütter mit jüngeren Kindern sind vermehrt in Arbeit übergetreten. Doch Mütter mit Migrationshintergrund sind trotz guter Qualifikationen und hoher Motivation noch immer deutlich seltener und in geringerem Umfang erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund.

Sie zu motivieren, am Berufsleben teilzunehmen, ist Ziel des Bundesprogramms "Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein": Der Einstieg ins Erwerbsleben erweitert den persönlichen und finanziellen Spielraum der Teilnehmerinnen und ihren Familien. Er fördert die gesellschaftliche Integration ihrer Familien und leistet einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland.

Bei der Konferenz zum Programm, die am 9. und 10. November in Frankfurt am Main stattfand, zeigten die Arbeitsmarkt-Profis, wie sie die Mütter auf ihrem Weg in Arbeit begleiten. Die 85 Kontaktstellen bundesweit bieten Frauen mit Kindern Rat, Coaching und Qualifizierung vor und bei der Erwerbsaufnahme.

Motivation und Potenzial nutzen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sagte im Vorfeld der Konferenz:

"Wir erleben hoch motivierte Mütter mit Migrationsgeschichte, die beruflich auf eigenen Beinen stehen wollen. Mit 'Stark im Beruf' weisen wir ihnen eine Perspektive. Unsere Arbeitsmarkt-Profis unterstützen sie gemeinsam mit den Jobcentern auf ihrem Weg in Arbeit. Das Potenzial und die Motivation der zumeist ausländischen Mütter sind enorm hoch – 'Stark im Beruf' zeigt, wie es gelingt, beides in Jobs umzusetzen."

Der Bedarf an Vermittlung von Praktika und Stellen ist hoch: In anderthalb Jahren konnten die Kontaktstellen bereits 3800 Mütter für ihre Projekte gewinnen. 35 Prozent der zumeist ausländischen Teilnehmerinnen haben nach "Stark im Beruf" eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung und neun Prozent eine schulische oder berufliche Ausbildung aufgenommen, weitere 16 Prozent sind in Sprache oder Computerwissen geschult worden. Auch nehmen rund 300 geflüchtete Frauen aktuell an "Stark im Beruf" teil.

14.11.2016

Die amtliche Statistik zum Anerkennungsgesetz des Bundes für das Jahr 2015 zeigt einen deutlichen Anstieg der Anträge. Wie die Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ergibt, wurden im Jahr 2015 19.389 Neuanträge zur Anerkennung von Berufsabschlüssen gestellt und 17.112 Bescheide erteilt. In nahezu allen Fällen – 2,6 Prozent ausgenommen - konnte eine volle oder teilweise Gleichwertigkeit bescheinigt oder der Antragstellerin bzw. dem Antragssteller eine Ausgleichsmaßnahme auferlegt werden.

Die häufigsten Referenzberufe, auf die sich die Antragssteller im Jahr 2015 bezogen, kamen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich: Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. –pfleger, Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und –therapeuten.

Seit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes im April 2012 wurden insgesamt 63.486 Anträge auf Gleichwertigkeit und Anerkennung gestellt.

Bei den Staaten, in denen die Ausbildung erworben wurde, führen Rumänien, Polen sowie Bosnien und Herzegowina die Statistik an.  

Weitere Informationen zur amtlichen Statistik auf der Internetseite von „Anerkennung in Deutschland“

„Auswertung der amtlichen Statistik zum Anerkennungsgesetz des Bundes 2015“ herunterladen

 

25.10.2016

Vom 18. bis 20. Oktober fand in Köln Europas größte Personalfachmesse „Zukunft Personal“ statt mit rund 17.000 Besucherinnen und Besuchern. Das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ war auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten und Teil der Guided Tour, mit der Besucherinnen und Besucher über das Messegelände geführt wurden. Das Messeteam erhielt dabei große Unterstützung durch Frau Tanis vom Projekt MuT - Mütter und Talente aus Oberhausen, Frau Sana vom Projekt Migrantinnen aktiv vor Ort aus Köln sowie Frau Schmitz vom Projekt AWO Berufsbildungszentrum gGmbH Düsseldorf.

Die Gesprächspartnerinnen und –partner aus der Wirtschaft, aus Institutionen sowie aus Verbänden und Projekten interessierten sich insbesondere für die konkreten Unterstützungsangebote der rund 90 geförderten Projekte und für Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu den lokalen Projekten. Neben Personalverantwortlichen, die im beruflichen Alltag regelmäßig mit der Beschäftigung von Müttern mit Migrationshintergrund betraut sind, freuten sich viele Besucherinnen und Besucher aufgrund der hohen aktuellen gesellschaftlichen Relevanz über das Programm.

 

21.07.2016

Das eigene Kind gut betreut zu wissen, ist eine der wichtigsten Voraussetzung für Mütter, um einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können. Familien, die vor Krieg und Terror Schutz in Deutschland suchen, fällt es oft nach den Erfahrungen der Flucht schwer, ihre Kinder in fremde Hände zu geben. Ein Grund dafür kann zum einen sein, dass Eltern, die mit ihren Kindern aus einer Diktatur geflohen sind, skeptisch gegenüber staatlichen Einrichtungen sind. Hinzu kommt, dass das Kita-System in Deutschland sich oft sehr stark von dem Betreuungssystem in den Heimatländern unterscheidet und es den Familien an Informationen fehlt. 

Mit einem Themenschwerpunkt widmet sich das Portal www.fruehe-chancen.de der Integration von Kindern mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung. Die Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erklärt unter anderem, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit Eltern einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind haben und welche weiteren Unterstützungsleistungen ihnen zustehen. Verschiedene Praxisbeispiele zeigen, wie die Integration von Kindern in der Kindertagesbetreuung gelingen kann und wie davon die ganze Familie profitiert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Projekten sowie der Arbeitsverwaltung und Personalverantwortliche aus Unternehmen finden hier hilfreiche Informationen, die sie bei der Beratung von Müttern unterstützen und dabei helfen können, die Vorbehalte der Eltern abzubauen. Denn die Betreuung des Kindes bedeutet für die Mütter einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Berufstätigkeit.

Themenschwerpunkt Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung

21.06.2016

Die Broschüre „Stark im Beruf – Stark für Unternehmen“ zeigt auf, wie Unternehmen direkt und konkret von der Beschäftigung von Müttern mit Migrationshintergrund, ihren sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen profitieren können. In Interviews und Infotexten wird dargelegt, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Müttern und Unternehmen gestaltet werden kann.

Neben praktischen Tipps für die Unternehmen rund um das Thema Interkulturalität und Integration werden in der Broschüre erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt. Auch werden Leserinnen und Lesern weiterführende Informationen an die Hand gegeben, wie familienfreundliche Maßnahmen in den Betriebsablauf integriert werden können. Eine Übersicht der wichtigsten Kooperationspartner und Beratungsstellen im Arbeitsfeld des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ rundet die Broschüre ab.

Sie können die Broschüre auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) herunterladen und bestellen:

Broschüre „Stark im Beruf – Stark für Unternehmen“

11.05.2016

Gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt (Destatis), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb den „Datenreport 2016 – Sozialbericht für Deutschland“ herausgegeben. Der Bericht enthält Zahlen und Befunde zu wichtigen Lebensbereichen und fokussiert das Thema Integration und Migration.

Der Report weist darauf hin, dass Familien mit Migrationshintergrund weiterhin häufiger von Armut bedroht und von Sozialleistungen abhängig sind als Familien ohne Migrationshintergrund. Ein enger Zusammenhang besteht zwischen beruflicher Qualifikation und Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt. Mit steigender beruflicher Qualifikation sinkt das Risiko der Erwerbslosigkeit – und damit die Gefahr, von Armut bedroht zu sein. Im Jahr 2014 waren 65 Prozent der 15- bis 64-Jährigen mit Migrationshintergrund erwerbstätig. Das sind 11 Prozentpunkte weniger als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (76%).

Ein Blick auf die Qualifikationen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland erklärt die niedrigere Teilnahme am Erwerbsleben: 35 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund haben keinen berufsqualifizierenden Abschluss, bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund sind es 9 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil bei Personen mit Wurzeln in den ehemaligen Gastarbeiter-Anwerbeländern.

Besonders auffällig: Während der Unterschied bei der Erwerbsbeteiligung unter Männern mit und ohne Migrationshintergrund mit 5 Prozent verhältnismäßig gering ausfällt, ist er zwischen den Frauen mit 13 Prozent hoch. Insgesamt standen 37 Prozent der Frauen mit Migrationshintergrund dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, bei den Frauen ohne Migrationshintergrund waren es 24 Prozent. Viele Frauen und Mütter it Migrationshintergrund scheinen sich auf die Rolle im Haushalt zu beschränken.

Auch beim Einkommen zeigt sich die Bedeutung von Bildung. Migrantinnen und Migranten mit niedrigem Bildungsabschluss verdienten weniger als solche mit mittlerem oder hohem Abschluss.

Somit zeigen die Ergebnisse des Berichts, dass eine schulische und berufliche Bildung für Menschen mit Migrationshintergrund essenziell für die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und damit auch in die deutsche Gesellschaft ist. Insbesondere Frauen und Mütter mit Zuwanderungsgeschichte weisen dem Report zufolge eine deutlich geringere Erwerbsbeteiligung auf, was sich auch in der wirtschaftlichen esamtsituation ihrer Familien niederschlägt.

Datenreport 2016 - Sozialbericht für Deutschland 

03.05.2016

Das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ ist vom 10. bis 11.05.2016 auf der Messe Personal Süd in Stuttgart vertreten. 

Die Messe Personal Süd ist eine der größten Personalmessen in Deutschland.

Sie sind herzlich eingeladen, unseren Messestand zu besuchen und ein  „Stark im Beruf“ Projekt kennenzulernen!  

Wir freuen uns auf Sie am Stand M09-B, Halle 6

Mehr zur Messe erfahren Sie auf der Internetseite der Messe.  

02.05.2016

Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen kann sehr wichtig sein, wenn Sie in Ihrem erlernten Beruf in Deutschland arbeiten möchten oder auf der Suche nach einem neuen Job sind. In den geregelten Berufen, wie zum Beispiel den Heilberufen (Ärzt/in, Pfleger/in, Hebamme), ist eine Anerkennung eine zwingende Voraussetzung. Mit der neuen App „Anerkennung in Deutschland“ wird dies noch einfacher.

Die App erklärt das deutsche Anerkennungsverfahren in verständlicher Sprache, bietet Informationen zur Anerkennung von Qualifikationen für Beruf, Studium, Ausbildung oder den Besuch einer Schule in Deutschland und hilft bei der Suche nach einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

Sie ist für die Betriebssysteme Android, iPhone und Windows-Phone verfügbar und wird neben Deutsch in folgenden Sprachen angeboten: Englisch, Arabisch, Farsi, Dari, Paschtu und Tigrinya.

Die neue App hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt.

Die App steht auf der Internetseite zum Download bereit.

Weitere Informationen zu dem Thema „Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse“ stehen auf der Internetseite www.anerkennung-in-deutschland.de zur Verfügung.

29.04.2016

Am 13. April 2016 und am 18. April 2016 fanden in Berlin und Köln die Regionalkonferenzen des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ statt. Projektverantwortliche diskutierten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft die Potenziale aber auch Herausforderungen in der Zusammenarbeit.

Alle Beteiligten waren sich einig: Mütter mit Migrationsgeschichte verfügen über ein großes Potenzial auf dem Arbeitsmarkt, das bislang oftmals ungenutzt bleibt. In Köln berichtete Nelly Kostadinova, Gründerin des Unternehmens Lingua World: „Ich bin selbst Unternehmerin, Mutter und vor vielen Jahren nach Deutschland migriert. Ich kann also aus eigener Erfahrung und mehreren Perspektiven unterstreichen, dass die Zusammenarbeit mit Frauen unterschiedlicher Kulturen mehr als wertvoll für Unternehmen ist – sie bringen viele Qualitäten in ein Unternehmen ein, in meinem Fall ihre Sprachkenntnisse.“ In Berlin betonte Gülabatin Sun, Managerin bei der Deutschen Bank: „Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass sich Familienfreundlichkeit und Diversität im Unternehmen ökonomisch lohnen.“

Die Projekte berichteten von unterschiedlichen Ansätzen, die zu einer guten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft führen:

  • Mütter lernen Betriebe über Probearbeit, Praktika oder Betriebsbesichtigungen kennen
  • Projekte bereiten die Teilnehmerinnen ganz spezifisch auf den Arbeitsalltag in den unterschiedlichen Branchen vor
  • Teilnehmerinnen können im Rahmen von Probearbeiten und Praktika persönliche Kontakte in ihrem gewünschten beruflichen Umfeld knüpfen
  • Projektvertreterinnen und –vertreter betreuen die Teilnehmerinnen als Mentoren auch während der Arbeitsaufnahme weiter – und stehen ebenfalls den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern für Fragen zur Verfügung

Eine transparente und passgenaue Vorbereitung von Unternehmen und den Bewerberinnen seien dabei entscheidend. Im Vorfeld sollte daher geklärt werden:

  • Welche genauen Arbeitspakete fallen an?
  • Zu welchen Zeiten wird gearbeitet?
  • Kann eine Kinderbetreuung gewährleistet werden?
  • Wie kann Integration von beiden Seiten gelingen? Sowohl das Team als auch die neuen Mitarbeiterinnen müssen sich aufeinander einlassen. Die Arbeitskultur sollte schon vor Beginn der Arbeitsaufnahme thematisiert, mögliche Vorbehalte von Kolleginnen und Kollegen gegenüber Müttern oder Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen und wiederlegt werden.

Seit Start des Programms im Februar 2015 bis zum März 2016 wurden im Programm “Stark im Beruf” insgesamt 2601 Teilnehmende beraten, qualifiziert und betreut. Allein in 2015 haben über 200 Frauen eine Arbeit aufgenommen.

 

20.04.2016

Anerkennungsprozesse sind häufig sehr komplex: Neben unterschiedlichen rechtlichen Regelungen je nach Beruf und Herkunft des ausländischen Zeugnisses, sind rund 400 Stellen in Deutschland für die Durchführung der Anerkennungsverfahren zuständig. Hier hilft die Expertise, einen Überblick zu erhalten. 

Die Begleitung der Verfahren durch Projekte wie „Stark im Beruf“ ist ein entscheidender Punkt: Zahlen belegen, dass in Deutschland überdurchschnittlich viele Verfahren abgebrochen werden bzw. offen bleiben. Um die Projekte zu unterstützen, wurde in der Expertise viel Wert darauf gelegt, praxisnah zu erklären, wie Anerkennungsverfahren in den wichtigen Berufsgruppen ablaufen. Es wird verständlich aufgezeigt, welche Schritte für die Anerkennung notwendig sind und an welchen Punkten Kosten anfallen. Die Expertise enthält zahlreiche praktische Hinweise zu Möglichkeiten der Kosteneinsparung sowie zu einer erfolgreichen Kostenübernahme durch Arbeitsagenturen und Jobcenter.

Darüber hinaus wird erläutert, wie Anpassungsmaßnahmen im Falle einer Teilanerkennung aussehen, mit welchem finanziellen Aufwand gerechnet werden muss und Anpassungsmaßnahmen im individuellen Fall organisiert werden können. 

Expertise zu Finanzierungsmöglichkeiten der Anerkennung von Qualifikationen und Anpassungsmaßnahmen  

20.04.2016

Das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ ist vom 26. bis 27.04.2016 auf der Messe Personal Nord in Hamburg vertreten. 

Die Messe Personal Nord ist eine der größten Personalmessen in Deutschland.

Sie sind herzlich eingeladen, unseren Messestand zu besuchen und Vertreterinnen und Vertreter der Projekte kennenzulernen!  

Wir freuen uns auf Sie am Stand G 24, Halle 4

Mehr zur Messe erfahren Sie auf der Internetseite der Messe.  

18.04.2016

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) führt regelmäßig eine Stellenerhebung durch, in der sie unter anderem der Frage nachgeht, wie Betriebe neues Personal suchen und offene Stellen besetzen. An der Erhebung nahmen rund 13.000 Unternehmen und Verwaltungsstellen in ganz Deutschland teil.

Bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzen Unternehmen der IAB-Erhebung zufolge vor allem auf die Veröffentlichung der Stellenausschreibung auf der eigenen Homepage (52 Prozent der Fälle), auf persönliche Kontakte bzw. Empfehlungen der eigenen Beschäftigten sowie auf die Dienste der Bundesagentur für Arbeit (jeweils rund 50 Prozent). Internet-Jobbörsen wurden ebenfalls rege (zu 41 Prozent) genutzt. Danach wurden eigene Inserate in Zeitungen oder Zeitschriften genannt (gut ein Drittel der Fälle).

Überraschend ist, dass jede dritte Stellenbesetzung durch die persönlichen Kontakte zustande kam. Bei jeder siebten Stelle wurden die Betriebe über die Vermittlungsdienste der Bundesagentur für Arbeit fündig sowie über Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften. Etwas mehr als jeder zehnte Arbeitsplatz wurde durch Bewerbungen auf Stellenangebote besetzt. Somit stellen die Kontakte der Bewerberinnen und Bewerber sowie Empfehlungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den wichtigsten Besetzungsweg dar und führen am häufigsten zu einem neuen Job!

Vor allem bei Personen mit mittlerer Qualifikation und ungelernten Arbeitskräften spielen der Studie zufolge die persönlichen Kontakte eine große Rolle. Für den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt ist es somit für Arbeitsuchende enorm wichtig, sich ein Netzwerk im gewünschten Berufsfeld aufzubauen und Personen aus dem eigenen Bekanntenkreis darüber zu unterrichten, dass man sich auf Arbeitssuche befindet.

Viele, die einen Neu- oder Wiedereinstieg in den Beruf wagen, könnten somit während sogenannter „Schnupperwochen“ oder im Rahmen von Praktika bei einem Unternehmen wichtige Kontakte knüpfen, von sich überzeugen und somit die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

IAB-Kurzbericht zu den Ergebnissen der Erhebung

Ab sofort können Sie den Flyer „Stark im Beruf – Stark für Unternehmen“ herunterladen. Auf einen Blick fasst der Flyer die zentralen Vorteile des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ für die Wirtschaft zusammen. Zudem werden Wege benannt, wie Projekte und Personalverantwortliche zusammenfinden.

Sie können den Flyer auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) herunterladen und bestellen:

Flyer „Stark im Beruf – Stark für Unternehmen“

07.04.2016

Das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ ist am 14.04.2016 auf der Messe B2B Nord in Hamburg vertreten.

Die B2B Nord ist Deutschlands größte regionale Wirtschaftsmesse und öffnet am 14.04.2016 zum sechsten Mal ihre Pforten.

Sie sind herzlich eingeladen, unseren Messestand zu besuchen und Vertreterinnen und Vertreter der Projekte kennenzulernen!  

Wir freuen uns auf Sie am Stand 314 OG

Mehr zur Messe erfahren Sie auf der Internetseite der B2B Nord.

17.03.2016

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel stellte gestern den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellten Bericht der Bundesressorts "Maßnahmen von und für Unternehmen und Betriebe" zur Integration von geflüchteten Menschen im Kabinett vor. Dieser spiegelt die große Bereitschaft der Unternehmen, arbeitgeber- wie arbeitnehmerseitig, bei der Integration von Flüchtlingen wider und beschreibt die Maßnahmen, die die Bundesregierung für Betriebe ausgeweitet bzw. auf den Weg gebracht hat.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel: "Das breite Engagement für Flüchtlinge von vielen kleinen und großen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen hat mich sehr beeindruckt. Gerade unsere Mittelständler sind wichtige Brückenbauer, denn sie beschäftigen 60 Prozent der Arbeitnehmer, bilden vier von fünf Auszubildende aus und sind, nach einer aktuellen Befragung, zu 85 Prozent bereit, Flüchtlinge einzustellen."

Übersicht der Maßnahmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Integration von Flüchtlingen in Qualifizierung und Arbeit  

10.03.2016

Knapp 60 Mio. Menschen sind weltweit zurzeit auf der Flucht vor Bürgerkriegen, Katastrophen, politischer Verfolgung und Armut. 3,5% von ihnen fliehen nach Europa. Auch in Deutschland suchen viele Menschen Zuflucht. Das Interesse bei Unternehmen ist groß, Flüchtlinge zu beschäftigen und auszubilden. Unternehmen tragen damit soziale Verantwortung und können gleichzeitig talentierte Arbeitskräfte anwerben und ausbilden. Dieses Engagement liegt auch im eigenen Interesse der Wirtschaft. Denn der Fachkräftebedarf in Deutschland wird aller Voraussicht nach ansteigen. In den nächsten 20 Jahren werden voraussichtlich 24 Mio. Menschen den Arbeitsmarkt verlassen, aber nur rund 15 Mio. neu in diesen eintreten. Zuwanderung kann dazu beitragen, die entstehende Fachkräftelücke zu schließen.

Der Praxisleitfaden „Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt“ der Charta der Vielfalt trägt für interessierte Unternehmen die wichtigsten Informationen rund um Ausbildung und Beschäftigung von geflüchteten Menschen zusammen. Darunter:

  • Zahlen, Daten und Fakten
  • Leicht verständliche Übersicht über die rechtlichen Grundlagen
  • Praktische Handlungsempfehlungen
  • Adresssammlung von Kontaktstellen

 Praxisleitfaden „Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt“

29.02.2016

Am 29. Februar 2015 war das Programm "Stark im Beruf" auf der bisher größten Jobmesse für geflüchtete Menschen in Berlin vertreten. Über 5.000 Besucherinnen und Besucher nahmen teil und rund 200 Unternehmen sowie Initiativen waren vor Ort. 

Viele Besucherinnen des Messestands erwiesen sich als gut qualifiziert. Sie haben im Heimatland studiert bzw. eine Ausbildung begonnen. In Deutschland sind sie nun auf der Suche nach neuen Perspektiven. Um den Schritt in die Erwerbstätigkeit zu gehen, können sie von den geförderten Projekten im Programm "Stark im Beruf" unterstützt werden.  

Sprachkenntnisse aufbauen

Die Erfahrung auf der Messe zeigt zugleich: Die meisten Flüchtlinge bringen zwar gute Englischkenntnisse mit, starten jetzt aber erst mit Sprachkursen in Deutschland. Der Einstieg ins Erwerbsleben ist daher noch nicht kurzfristig möglich und muss individuell begleitet werden.   

25.02.2015

Überall in Europa verdienen Frauen weniger als Männer. In Deutschland beträgt die statistische Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern, bezogen auf das durchschnittliche Stundenentgelt, 21,6 Prozent (Quelle: Destatis 2015). Diese gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderung wird am Equal Pay Day (EPD) ins öffentliche Licht gerückt, wobei sich die genaue Datierung des Aktionstages nach der aktuellen statistischen Entgeltlücke richtet. Rechnet man den Prozentwert der Entgeltlücke in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1. Januar bis zum 19. März 2016, umsonst. Demzufolge findet der EPD 2016 am 19. März statt.

Der Equal Pay Day wurde von den Business and Professional Women e.V. initiiert und seit 2008 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Ursachen der Entgeltlücke

Hinter der statistischen Entgeltlücke stehen eine Reihe miteinander verbundener struktureller Ursachen:

  • Unterschiedliche Berufswahl: Frauen arbeiten häufiger in niedrig entlohnten Branchen und Berufen wie beispielsweise in sozialen oder personennahen Dienstleistungen
  • (längere) familienbedingte Erwerbsunterbrechung und der anschließende Wiedereinstieg in Teilzeit und Minijobs
  • Schlechtere Karrierechancen: Frauen sind in Führungspositionen, besonders in den Spitzenpositionen, unterrepräsentiert. Führen in Teilzeit findet kaum statt
  • Rollenbilder: Rollenstereotype und geschlechtsspezifische Zuschreibungen wirken bei der Arbeitsbewertung, Leistungsfeststellung oder Stellenbesetzung noch immer nach und können zu zumeist indirekter Benachteiligung und mittelbarer Diskriminierung führen

Die geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede und deren Ursachen werden im Rahmen des Aktionstages aufgegriffen.

Die Equal Pay Day Kampagne 2016

Unter dem Motto „Was ist meine Arbeit wert“ wird in der EPD-Kampagne 2016 das Schwerpunktthema Berufe mit Zukunft beleuchtet. Ziel der Kampagne ist die monetäre Aufwertung von Berufen im sozialen Bereich, die oftmals frauendominiert sind. Daneben muss die Berufswahl frei von Rollenbildern und von Barrieren bei der Vereinbarkeit von Familie und Frauen erfolgen.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter http://www.equalpayday.de/startseite/

Geschäftsstelle Forum Equal Pay Day

Um die Initiative des EPD über den Aktionstag hinaus durch ein ganzjähriges Engagement deutlich zu stärken, eröffnete der BPW Germany e.V. 2011 die Geschäftsstelle Forum Equal Pay Day, die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Die Geschäftsstelle Forum Equal Pay Day ist zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur „geschlechtsspezifischen Lohnlücke“. Ganzjährig werden Veranstaltungen in Kooperation mit UnterstützerInnen, MultiplikatorInnen, SponsorInnen und Interessierte durchgeführt.

09.02.2016
Müttern mit Migrationshintergrund den Berufseinstieg zu erleichtern, ist Ziel einer strategischen Partnerschaft zwischen Bundesfamilienministerium und Bundesagentur für Arbeit. Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek und der Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, haben heute (Dienstag) in Berlin eine Kooperationsvereinbarung zum ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ unterzeichnet: Bei der Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte wollen beide Häuser noch stärker zusammenwirken.  

„Wir fördern den Erwerbseinstieg von Müttern mit Migrationshintergrund, damit sie mehr Selbstbewusstsein und wirtschaftliche Eigenständigkeit gewinnen. Das stärkt die wirtschaftliche Lage der Familien und trägt so dazu bei, Kinder vor Armut zu schützen“, sagte Staatssekretär Dr. Kleindiek. „Viele dieser Mütter bringen Fähigkeiten mit, die auf unserem Arbeitsmarkt gefragt sind. Jede dritte bislang nicht aktive Mutter mit Zuwanderungsgeschichte will den Sprung auf den Arbeitsmarkt schaffen – mit ein wenig Begleitung gelingt es vielen.“  

Die Bundesagentur für Arbeit ist fester Kooperationspartner an jedem Standort. „Wir wollen die vielfältigen Potenziale von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte nutzen und sie gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern vor Ort ‚stark machen‘ auf ihrem individuellen Weg in den Arbeitsmarkt. Die berufliche Integration geht in der Regel Hand in Hand mit der gesellschaftlichen Integration“ , sagte der Vorstand Arbeitsmarkt  Detlef Scheele. Die Bundesagentur für Arbeit spielt eine wichtige Rolle dabei, die Frauen aus dem Leistungsbezug in Arbeit zu bringen: 60 Prozent der Mütter werden über die Jobcenter an die Projekte vermittelt.  

„Stark im Beruf“ des Bundesfamilienministeriums unterstützt Mütter mit Migrationsgeschichte beim Ein- oder Wiedereinstieg in das Erwerbsleben durch passgenaues Coaching, Beratung und Qualifizierung. Drei von vier Teilnehmerinnen beziehen SGB II-Leistungen oder sind arbeitslos, jedoch hoch motiviert, eine Beschäftigung aufzunehmen. Die Unterstützung an den 88 Standorten von „Stark im Beruf“ ist vor allem eins: individuell. So werden Kompetenzprofile und Bewerbungsunterlagen erstellt, Betreuungsplätze oder Sprachkurse vermittelt und Behördengänge oder die Anerkennung von ausländischen Zeugnissen begleitet. Über den Kontakt zu Unternehmen, Praktika oder Schnuppertage gelangen die Mütter schließlich in Ausbildung oder Arbeit.  

Im ersten Programmjahr wurden über 2.000 Mütter begleitet, drei Viertel davon haben keinen deutschen Pass. 29 Projekte arbeiten auch mit Flüchtlingsmüttern, 13 weitere planen dies. Der Beratungsbedarf besteht ganz offenbar unabhängig vom Bildungshintergrund. Während 60 Prozent über einen mittleren bis hohen Bildungsabschluss verfügen, haben fast 40 Prozent maximal einen Hauptschulabschluss. Dies übersetzt sich auch in die beruflichen Bildungsabschlüsse und Berufserfahrungen: Über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt die Hälfte der Teilnehmerinnen. Die Hälfte aller Frauen im Programm hat noch keine Berufserfahrung in Deutschland sammeln können.  

Im ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“ werden 88 Standorte mit bis zu 50.000 Euro jährlich aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zwischen 2015 und 2018 gefördert.

Wie gestaltet sich die Kooperation zwischen Bundesfamilienministerium und der Bundesagentur für Arbeit? Mehr Infos erhalten Sie in der Kooperationsvereinbarung (PDF, 193 kb, nicht barrierefrei).

28.01.2016
Das Institut für Wirtschaftsforschung Köln (IW Köln) hat zwischen August 2011 und April 2015 619 Berufsgattungen analysiert - In
69 Berufsgattungen stellte das Institut anhaltende Fachkräfteengpässe fest. 

In vielen Branchen besteht Fachkräftemangel

Die Studie zeigt: Der Fachkräftemangel erstreckt sich nicht nur auf sogenannte „Männerberufe“. Besonders im Bereich „Gesundheit, Soziales und Bildung“ wurden in 20 Berufsgattungen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Dringend wurden
Arbeits- und Fachkräfte in der Gesundheits- und Altenpflege benötigt, aber auch in der Sprach-, und Physiotherapie, der Augenoptik und der medizinisch-technischen Radiologie. Aufsichtskräfte wurden für die Bereiche Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehung gesucht. Auch in den Feldern „Bau- und Gebäudetechnik“ sowie „Energie, Elektro und Mechatronik“ bestand mit 15 beziehungsweise 13 Engpassberufen erheblicher personeller Unterstützungsbedarf.

Ein Fünftel arbeitet in Teilzeit

Die Studie zeigt auch: Im Untersuchungszeitraum waren in den Berufsgruppen mit anhaltenden Engpässen rund fünf Millionen Fachkräfte tätig. Von ihnen arbeiten rund eine Million Arbeitskräfte in Teilzeit, insbesondere im Berufsfeld „Gesundheit, Soziales
und Bildung“.  Arbeitgeber können den bestehenden Fachkräftemangel daher nicht ausschließlich durch eine Ausweiterung der Arbeitszeiten bewältigen – neue Einstellungen werden benötigt!

Steigen Sie jetzt ein!

Informationen rund um den Berufseinstieg finden Sie auf den Seiten der Arbeitsagentur:

Studie „Fachkräfteenpässe in Unternehmen“, IW Köln

21.12.2015
Verlässliche Kinderbetreuung gilt als entscheidend, um erwerbstätig sein zu können. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im
Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Für eine große Mehrheit der Deutschen besteht ein enger Zusammenhang zwischen einer bedarfsorientierten Kinderbetreuungsinfrastruktur und dem chancengleichen Zugang zum Arbeitsmarkt für Frauen und Männer. Ist die Kinderbetreuung nicht ausreichend, besteht das Risiko, das vorhandene Erwerbspotenzial von Frauen nicht zu nutzen. Fehlt Kinderbetreuung, hat dies negative Folgen für die Existenzsicherung der Familie und die eigene Alterssicherung.

Die Mehrheit der Befragten wünscht sich eine Partnerschaft auf Augenhöhe

Immer mehr Frauen und Männer wünschen sich für ihre Partnerschaft gleiche Chancen im Berufsleben und gleichermaßen viel Zeit
für ihre Kinder. Nur fünf Prozent in Ostdeutschland und elf Prozent in Westdeutschland möchten eine Partnerschaft nach dem Modell der „Hausfrauenehe“ leben.

Beruflicher Wiedereinstieg und Erwerbstätigkeit von Müttern kommt voran

In den westdeutschen Bundesländern kehren Frauen mit Kindern immer noch etwas später, langsamer und in längeren Etappen in den
Beruf zurück als in Ostdeutschland. Allerdings nimmt der Anteil erwerbstätiger Mütter in Westdeutschland zu: Im Zeitraum von 1996 bis 2013 stieg die Erwerbsquote von berufstätigen Frauen mit unter dreijährigen Kindern von 43 auf 50 Prozent und von Frauen mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren von 56 auf 70 Prozent. In Ostdeutschland lag der Anteil erwerbstätiger Mütter mit Kindern unter drei Jahren 2013 bei 61 Prozent, für Frauen mit drei- bis sechsjährigen Kindern bei 76 Prozent.

Nach wie vor sind westdeutsche Frauen häufiger teilzeiterwerbstätig (50 % in Westdeutschland, 39 % in Ostdeutschland). Die daraus folgenden Risiken und Nachteile, zum Beispiel beim beruflichen Wiedereinstieg in Form von Karrierehürden und Lohneinbußen oder Lücken in der Altersvorsorge, müssen die Frauen dann hinnehmen oder privat auffangen. Teilweise bewerten Frauen die Entscheidung, nur reduziert oder gar nicht berufstätig gewesen zu sein, im Nachhinein als Fehler.

Die Untersuchung „25 Jahre Deutsche Einheit: Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Ostdeutschland und Westdeutschland“ des DELTA-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung beschreibt die Gleichstellungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland vor und seit der Zeit der Wiedervereinigung bis in das Jahr 2015. Hierzu wurden über 3.000 Personen befragt. Die Studie arbeitet nicht nur die Unterschiede zwischen Ost und West vor der deutschen Wiedervereinigung auf, sondern gibt einen guten Einblick in die Wünsche von Eltern im Hier und Jetzt. Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.

25 Jahre Deutsche Einheit: Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Ostdeutschland und Westdeutschland

02.12.2015
Der Flyer „Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein - ESF-Förderperiode 2014-2020“ ist ab sofort erhältlich. Dieser stellt die zentralen Informationen zum ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ dar und gibt einen vertieften Überblick über die Programmschwerpunkte.

Sie können den Flyer auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) herunterladen und bestellen:

Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein - ESF-Förderperiode 2014-2020

Die Veröffentlichung ist eine Ergänzung zum Programmflyer Stark im Beruf.

11.11.2015

Die partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit spielt häufig eine wichtige Rolle bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Um Erkenntnisse zu diesem Thema zu gewinnen, beauftragte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) mit einer Befragung von mehr als 3.000 Müttern und Vätern, die als Paare mit ihren Kindern unter sechs Jahren zusammenleben. Folgende Fragestellungen bildeten den Kern der Befragung:

  • Wie teilen sich Paare die Aufgaben in Familie und Beruf nach der Geburt ihrer Kinder?
  • Was ist für diese Entscheidung ausschlaggebend?
  • Welche Faktoren begünstigen eine partnerschaftliche Aufgabenverteilung?

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass noch eine wesentliche Lücke zwischen der gewünschten und tatsächlichen Aufgabenteilung der Eltern existiert. Beispielsweise möchte 29 Prozent der befragten Väter stärker an der Kinderbetreuung beteiligt sein, als es ihnen zurzeit möglich ist.

Zudem werden folgende Erfolgsfaktoren für eine gleiche oder annähernd gleiche partnerschaftliche Aufgabenteilung identifiziert:

  • Geeignete Betreuungsmöglichkeiten
  • Gute betriebliche Möglichkeiten für Mütter und Väter, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, was geeignete Arbeitszeitmodelle mit einschließt
  • Familienpolitische Maßnahmen, die Hürden für eine weniger ungleiche Aufteilung verringern
  • Die Bereitschaft beider Elternteile, sich bei der Familienarbeit wie auch bei den beruflichen Plänen gegenseitig zu unterstützen

Die Studie ist unter folgendem Link abrufbar:

Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf. Untersuchungsbericht zu einer repräsentativen Befragung von Elternpaaren im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

10.11.2015

Am 09. und 10. November kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Träger von „Stark im Beruf“ in Köln und Berlin zusammen, um sich über erreichte Programmfortschritte auszutauschen, administrative Fragen zu erörtern und sich in Workshops über gelungene Modelle der Zusammenarbeit mit Projektpartnern und Arbeitsmarktakteuren zu informieren. Ein besonderer Fokus der beiden Konferenzen lag auf der Zusammenarbeit mit den örtlichen Bundesagenturen für Arbeit und den Jobcentern.

In Berlin wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der zuständigen Abteilungsleiterin des Bundesfamilienministeriums, Frau Petra Mackroth, und der Leiterin der Abteilung Arbeitsmarkt der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Frau Christina Ramb, begrüßt.

Frau Mackroth hob hervor, dass viele Mütter mit Zuwanderungsgeschichte wertvolle Fähigkeiten und Kompetenzen mitbringen, aber punktuell „[…] Unterstützung benötigen, um den Einstieg in den Beruf zu schaffen“. Teilweise werden die Mütter von den Regelangeboten noch nicht optimal erreicht. Daher sei es das Ziel von „Stark im Beruf“, „passgenaue Angebote zu unterbreiten, die jenseits der Regelangebote liegen oder diese ergänzen.“

Die nicht immer einfache Aufgabe, die Mütter abzuholen, wo sie sind, und ihnen den nötigen Schwung und das Selbstvertrauen mitzugeben, um sich auf den Weg in die Erwerbstätigkeit zu machen, falle den Trägern von „Stark im Beruf“ zu.

Frau Ramb hob Ihrerseits hervor, dass in einigen Branchen bereits ein Fachkräftemangel existiere und sich dieser in den kommenden Jahren noch verschärfen werde. Daher werden auch Mütter mit Migrationshintergrund zunehmend in den Fokus rücken: „Es fehlen Fachkräfte und Frauen mit Migrationshintergrund sind ein wichtiges Potenzial.“

Beide waren sich einig, dass die Kooperation zwischen dem Programm „Stark im Beruf“ und der BDA weiter verstärkt und zusätzliche Akteure, wie das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“, angesprochen werden sollten, um die Träger in ihrer Aufgabe zu unterstützen und das Gesamtprogramm noch besser zu vernetzen.

28.10.2015
Am 7. Oktober 2015 lud das im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Verbänden zum Dialogforum „Potenziale von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte aus Sicht der Wirtschaft“ ein.

In zwei Diskussionsrunden zu den Themen „Unternehmensansprache“ sowie „Vermittlung“ tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber aus, wie die Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte nachhaltig verbessert werden kann.

In der Diskussion kristallisierte sich schnell heraus, dass gelungene Beispiele für die Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte in die Breite getragen und relevante Informationen für Unternehmen über die Zielgruppe, existierende Förderangebote der öffentlichen Hand und Kooperationsmöglichkeiten herausgearbeitet werden müssen. Die teilnehmenden Unternehmerinnen berichteten beispielsweise davon, wie sie durch eine konfessionell neutrale Betriebskindertagesstätte, durch flexible Arbeitszeiten, die Unterstützung beim Deutschlernen oder einen deutsch-englischen Sprachalltag Mütter mit Zuwanderungsgeschichte unterstützen, sich schnell und gut einzuarbeiten.

Zudem wurde der Wert eines guten Partnernetzwerkes deutlich, zu dem beispielsweise Kammern, Verbände oder Migrantenorganisationen zählen. Solche Partner können helfen, gute Erfahrungen in die Breite zu tragen, und den Zugang zu Müttern mit Zuwanderungsgeschichte bahnen, die gerne arbeiten wollen. Wiederholt wurde betont, wie notwendig es sei, schnelle und unbürokratische Unterstützung durch die Jobcenter zu erhalten. Die Anerkennung von Abschlüssen, gesicherte Kinderbetreuung, Sprachkurse und eine längerfristige Bleibeperspektive würden die Integration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt maßgeblich befördern.

Im Dialogforum waren der Zentralverband des Deutschen Handwerkes, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und mehrere mittelständische Unternehmen vertreten.

17.08.2015

Müttern mit Migrationshintergrund soll der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden. Das ist das Ziel des ESF-Programms „Stark im Beruf“.

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat am 17. August im Kulturzentrum Altenberg in Oberhausen mit Programmbotschafterinnen und Arbeitsmarktakteuren den Auftakt des neuen Programms begangen.

„Viele Mütter mit ausländischen Wurzeln sind gut qualifiziert und möchten gerne arbeiten. Doch häufig wird ihr Können unterschätzt. Mit unserem Programm wollen wir die Frauen ‚Stark im Beruf' machen. Wir möchten die Frauen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt begleiten, durch Beratungsangebote, begleitende Gespräche bei Unternehmen oder persönliche Coachings“, sagte Manuela Schwesig.

Vielfalt in der Arbeitswelt

Die Bundesfrauenministerin betonte: „Mütter mit Migrationshintergrund sind eine Bereicherung. Denn diese Vielfalt in der Arbeitswelt, die unterschiedlichen Perspektiven der Menschen sind wichtig. So können wir auch als Gesellschaft erfolgreich sein, wenn wir die unterschiedlichen kulturellen Potenziale nutzen.“

Eine wichtige Kooperationspartnerin des Programms ist die Bundesagentur für Arbeit (BA). Heidi Holzhauser, Leiterin des Stabes Kompetenzzentrums Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der BA, erklärte:

„Der Bundesagentur für Arbeit ist es ein wichtiges Anliegen, dass Mütter mit Migrationshintergrund ihre vielfältigen Potenziale nutzen und die im Herkunftsland erworbenen beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen in Deutschland auch entsprechend einsetzen können. Die Beratungs- und Integrationsfachkräfte wie auch die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern bieten zahlreiche Unterstützungsangebote, damit die Integration vor allem in eine existenzsichernde Beschäftigung gelingt.

Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem BMFSFJ und zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern im Rahmen dieses Programms für Mütter mit Migrationshintergrund und gleichzeitig für deren Kinder bessere Perspektiven für die Zukunft schaffen, weil die gesellschaftliche mit der beruflichen Integration Hand in Hand geht.“

Prominente Unterstützung

Das Programm „Stark im Beruf“ erfährt zudem prominente Unterstützung: Bei der Auftaktveranstaltung vor Ort warben die Moderatorin und Autorin Nazan Eckes, Gülabatin Sun, Global Head of Diversity & Inclusion von der Deutschen Bank, und Nelly Kostadinova, Gründerin von Lingua-World als Programmbotschafterinnen für die Initiative. Alle drei erleben Mütter mit Zuwanderungsgeschichte als Gewinn für unsere Gesellschaft und für unsere Arbeitswelt. Sie möchten sich dafür einsetzen, dass Migrantinnen ihren beruflichen Weg erfolgreich gehen können und wollen ihnen Mut machen, stark im Beruf zu sein.

Frau Sun betonte auf dem Podium: „Vielfalt muss endlich selbstverständlich sein. Wir müssen die Unterschiedlichkeit an Fähigkeiten fördern.“

Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände (BDA) unterstützt das Programm. Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung: „Mütter mit Migrationshintergrund sind eine Bereicherung für die Betriebe. Die BDA unterstützt das Programm „Stark im Beruf“, um in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels mehr Mütter mit Migrationshintergrund für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Menschen mit Migrationshintergrund tragen dazu bei, eine produktive Vielfalt in den Belegschaften zu stärken. Ich ermutige sowohl Unternehmen als auch Mütter mit Migrationshintergrund, sich an dem Programm zu beteiligen.“

Bernd Neuendorf, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte: „Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf macht Mütter stark im Beruf. Dafür brauchen wir eine verlässliche und qualitätsvolle Kinderbetreuung sowie flexible Arbeitsplatzgestaltungen. Politik und Wirtschaft haben sich hier bereits mit der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab einem Jahr und dem damit verbundenen massiven Ausbau der Kleinkinderbetreuung sowie zahlreichen unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen auf den Weg gemacht.“

„Stark im Beruf“

Insgesamt 88 Projekte im gesamten Bundesgebiet setzen sich dafür ein, Mütter mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu begleiten. Die Projekte kooperieren dabei mit unterschiedlichen Akteuren, die die Frauen zum Beispiel durch die Vermittlung von Sprachkursen, Kontakten zu möglichen Arbeitgebern und Hilfen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.

 

01.07.2015

Im Schnittpunkt integrationspolitischer, familien- und sozialpolitischer Fragestellungen waren Familien mit Migrationshintergrund lange ein blinder Fleck. Im Jahr 2010 hat das Bundesfamilienministerium erstmals systematisch die Lebensrealität von Familien mit Migrationshintergrund untersucht. Das vorliegende Dossier aktualisiert zentrale Kennziffern des Berichtes von 2010 und beleuchtet neue Aspekte.

Im Mittelpunkt steht die Lebenssituation von Müttern mit Migrationshintergrund. Dabei liegt der Schwerpunkt auf ihrer Erwerbsintegration. Denn der Erwerbsintegration von Müttern mit Migrationshintergrund kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn nach der ökonomischen Situation von Familien mit Migrationshintergrund und dem Integrationsgrad der gesamten Familie gefragt wird. Zudem kann eine vermehrte Integration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte zur Fachkräftesicherung beitragen.

Zentrale Datengrundlage des Dossiers ist eine Sonderauswertung des Mikrozensus 2012.

Familien mit Migrationshintergrund - Analysen zur Lebenssituation, Erwerbsbeteiligung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf

08.06.2015

Seit Anfang 2015 unterstützen rund 90 Träger des Programmes „Stark im Beruf “ Mütter mit Migrationshintergrund beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Der Einstieg ins Erwerbsleben bringt vielen Teilnehmerinnen nicht nur neue persönliche Perspektiven, er fördert auch die gesellschaftliche Integration ihrer Familien und leistet einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland.

Ende Juli trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Projekte in Köln und Berlin. Die Veranstaltung griff Fragen der Projektträger aus der Anlaufphase des Programmes auf und gab einen Überblick über die Themen Monitoring, Fördermittelmanagement und Öffentlichkeitsarbeit im Programm. Schwerpunkte waren die Einführung in das Teilnehmenden-Monitoring und die technische Bedienung der Monitoringdatenbank sowie die Mittelverwaltung über die Fördermitteldatenbank .

08.10.2014

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) appelliert an Arbeitgeber, Menschen mit Migrationshintergrund mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben. „Integration in die Gesellschaft hat ganz entscheidend mit Arbeit zu tun. Die gleichberechtigte Einbindung aller Menschen egal welcher Herkunft ist auch mein Verständnis einer sozialen Gesellschaft“, sagte der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt anlässlich der Eröffnung der bundesweiten „Interkulturellen Woche – Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“ am 19. September 2014.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche fanden mehr als 5.000 lokale Veranstaltungen in mehr als 500 Städten und Gemeinden statt. Sie soll dazu beitragen, das Verständnis für ein Zusammenleben verschiedener Kulturen zu stärken und gleichzeitig Ablehnung sowie Ausgrenzung abzubauen.

Alt betonte, dass vielfältige Fördermaßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung letztlich nur dann erfolgreich sein können, wenn die Unternehmen diese Menschen noch häufiger als bisher in Arbeit übernehmen: „Ich glaube, dass der Migrationshintergrund für die meisten kein vermittlungshemmendes Merkmal ist. Es kann sogar ein vermittlungsförderndes Element sein.

Deutschland ist ein Exportland. Was könnte uns Besseres passieren, als wenn Betriebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ländern beschäftigen, in die sie exportieren? Diese Mitarbeiter kennen die Länder, Sprache, Mentalität und Gebräuche. Das kann letztlich einem Austausch der Weltwirtschaft nur dienen. Immer mehr Arbeitgeber erkennen, dass die Ausbildung und Beschäftigung von Migrantinnen und Migranten angesichts der demografischen Entwicklung ein Gebot der Stunde ist.“