Das Programm

Teilnehmerin schaut in die Kamera

Das Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zielt darauf ab, den Erwerbseinstieg für Mütter mit Migrationsgeschichte zu erleichtern und den Zugang zu vorhandenen Angeboten zur Arbeitsmarktintegration zu verbessern.

Mütter, die durch mehr als eine Kultur geprägt sind, sind in Deutschland deutlich seltener und in geringerem Stundenumfang erwerbstätig als Mütter ohne Zuwanderungsgeschichte. Die Daten zeigen aber, dass viele von ihnen sehr motiviert sind und über die notwendigen Qualifikationen verfügen, um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Mit dem Programm „Stark im Beruf“ werden die Erfahrungen und Instrumente aus der an 16 Standorten durchgeführten Pilotphase „Ressourcen stärken – Zukunft sichern“ genutzt und weiterentwickelt. Bundesweit nehmen rund 90 Projekte an „Stark im Beruf“ teil, um diese Frauen auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit aktiv zu begleiten und zu unterstützen. Die erste Förderphase läuft bis Ende des Jahres 2018.

Aufgaben der Projekte:

  • Umfassende Beratung und Information zu allen arbeitsmarktrelevanten Fragen
  • Beratung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Begleitung des (Wieder-)Einstiegs der Teilnehmerinnen: von der beruflichen Orientierung über den Beginn eines Praktikums, einer Ausbildung oder einer Weiterqualifizierung bis zur ersten Beschäftigung
  • Die Vernetzung mit Partnern vor Ort

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Europäische Sozialfonds (ESF) fördern die Projekte jeweils mit bis zu 50.000 Euro jährlich. Nähere Informationen zu teilnehmenden Projekten finden Sie über die Standortkarte oder in den Projektprofilen. Insgesamt stehen für das ESF-Programm „Stark im Beruf“ rund 29 Mio. Euro zur Verfügung.

Soziale Integration stärken und qualifizierte Fachkräfte gewinnen

Der Einstieg in das Erwerbsleben eröffnet den Teilnehmerinnen nicht nur neue persönliche Perspektiven und trägt zu einer stabilen finanziellen Situation ihrer Familien bei. Er fördert auch ihre gesellschaftliche Integration und leistet einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Zudem stärken positive Erlebnisse und Erfahrungen im Erwerbsleben das Selbstbewusstsein der Mütter. Durch den sozialen Austausch im Beruf gelingt es vielen, ihr soziales Netzwerk zum Vorteil ihrer Kinder und anderer Familienmitglieder zu erweitern.