Mutter und Migrantin: Mit gutem Coaching auf dem Arbeitsmarkt starten

19.10.2017

Mutter und Migrantin: Mit gutem Coaching auf dem Arbeitsmarkt starten

Mütter mit Migrationshintergrund finden gezielt in Erwerbstätigkeit, wenn sie gut beraten werden. Zwei Drittel der Mütter aus dem ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ sind am Arbeitsmarkt angekommen oder auf direktem Weg dahin. Dies wurde auf einer Konferenz des Bundesfamilienministeriums am 19. und 20. Oktober in Hannover mit 170 Fachleuten deutlich.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfamilienministerium Caren Marks, MdB, sagte: „‚Stark im Beruf‘ baut auf die eindrucksvolle Motivation und die vielen Talente von Müttern mit Migrationshintergrund auf. Ihre Potenziale wollen wir nutzen und sichtbar machen. Die rund 80 Kontaktstellen unterstützen sie gemeinsam mit den Jobcentern auf ihrem Weg in Arbeit.“

6.200 Mütter mit Einwanderungsgeschichte, davon 80 Prozent ohne deutschen Pass, nehmen an „Stark im Beruf“ teil. Die Nachfrage nach den angebotenen Kursen und dem Coaching ist ungebrochen hoch. Die Kontaktstellen entwickeln mit den Müttern Vereinbarkeitslösungen und eine individuelle Berufswegeplanung – meist in enger Abstimmung mit den Jobcentern oder Arbeitsmarktagenturen. Die Kontaktstellen haben sich so regional zu wichtigen Anlaufstellen für erwerbsmotivierte Frauen mit Kindern entwickelt, die an Unternehmen heranführen. 

Zwei Drittel der Mütter hat nach „Stark im Beruf“ einen klaren Erwerbsfokus. So sind knapp ein Drittel in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Selbstständigkeit gewechselt, jede zehnte Teilnehmerin ist in Ausbildung übergetreten und ein weiteres Drittel hat ein Praktikum, eine Qualifizierung oder einen Sprachkurs erfolgreich abgeschlossen. 

Zahlen und Daten zum ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf“